NRW: Sandra M. soll Kita-Kind Greta im Schlaf erstickt haben – jetzt spricht der Richter von DIESER Strafe

Sandra M. auf der Anklagebank, sie verdeckt ihr Gesicht mit einer Mappe. Vor ihr stehen ihre Verteidiger.
Sandra M. auf der Anklagebank, sie verdeckt ihr Gesicht mit einer Mappe. Vor ihr stehen ihre Verteidiger.
Foto: Metin Gülmen/DER WESTEN

Jetzt spricht der Richter Tacheles!

Sandra M. (25) steht wegen Mordes vor dem Landgericht Mönchengladbach (NRW). M. soll das dreijährige Kita-Kind Greta am 21. April 2020 in Viersen (NRW) getötet haben. Während des Mittagsschlafs. Als Greta Sandra M. anvertraut worden ist. In der Kita – einem Ort, wo sich Eltern eigentlich sicher sein können, dass ihr Kind geschützt ist.

NRW: Sandra M. soll Kita-Kind Greta im Schlaf erstickt haben – doch aussagen will sie nicht

Laut Staatsanwaltschaft soll sie den Brustkorb des kleinen Mädchens bis zum Atemstillstand zusammengedrückt haben. Greta ist zunächst vom Notarzt reanimiert worden – doch die Wirkung der Horror-Tat hat so schwer gewogen, dass das Kind später verstorben ist. Der Tag des Vorfalls war für Sandra M. auch der letzte Tag in der Kita, sie hatte schon vorher die Kündigung erhalten. Kollegen und Vorgesetzte haben angegeben, dass M. eine schlechte Erzieherin sei: Gegenüber Kindern solle sie sich gefühllos verhalten haben.

Am Dienstag hat Kriminalpolizistin Deborah R. (26) ausgesagt. Sie hatte mit einem Kollegen Sandra M. nach Gretas Tod vernommen. Da M. sich vor Gericht weiterhin nicht äußert, sollte die Zeugin mitteilen, was sie der Polizei gegenüber ausgesagt hatte. Die Polizistin: „Sie hat geweint, wirkte betroffen und traurig. Es war sehr authentisch. Sie erzählte, wie der Tag abgelaufen ist. Greta habe nachts nicht gut geschlafen, kam müde in die Kita, wollte nichts frühstücken. Sie habe stattdessen im Gruppenraum geschlafen, ehe es zum Spielen nach draußen ging. Später kam sie rein, hat zu Mittag gegessen. Dann sei sie von einem anderen Erzieher schlafen gelegt worden.“

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Der Unterschied zwischen Mord und Totschlag:

  • Totschlag ist laut deutschem Strafrecht die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die NICHT die Merkmale für Mord erfüllen
  • Mordmerkmale: Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier, Heimtücke, Grausamkeit, Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels, Ermöglichungsabsicht (um Straftaten begehen zu können), Verdeckungsabsicht (um Straftaten zu verdecken)
  • Freiheitsstrafe bei Totschlag: 5-15 Jahre
  • Freiheitsstrafe bei Mord: bei Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lebenslänglich, bei verminderter Schuldfähigkeit oder Kronzeugenregelung weniger

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Der Polizei gegenüber hatte Sandra M. mitgeteilt, dass Greta über ein Babyphon beobachtet worden sei, außerdem sei M. alle 15 Minuten in den Schlafraum zum Nachschauen gegangen. Deborah R. weiter: „Uns hat sie gesagt, dass sie Pünktchen an Gretas Gesicht bemerkte und sie nicht aufwecken konnte. Sie habe die Jalousien hochgezogen und ihre Kollegen um Hilfe gerufen. Für die Reanimierung sei sie vom Notruf angeleitet worden, sie habe sich laut eigener Aussage trotzdem überwinden müssen. Greta habe geblutet, und dann seien Rettungssanitäter gekommen und hätten die weitere Behandlung übernommen.“

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Angeklagte soll sich selbst verletzt haben

Auch Psychiaterin Dr. Elke Brenner (56) hat ausgesagt. Sie hatte sich Verletzungen von Sandra M. kurz nach dem Greta-Fall auf Bitte der Polizei untersucht. Die Medizinerin vor Gericht: „Sie sagte, dass sie überfallen worden sei. Doch es war keine Verletzung, die aus einem Kampfgeschehen herrührt. Sie sind selbst zugefügt worden. Diese Art von Verletzungen ist ein Hilferuf.“ Sie habe versucht, M. das genauso beizubringen. Die Ärztin weiter: „Wir haben ihr gesagt, dass sie dringend ärztliche Hilfe braucht.“

Auf die Frage der Staatsanwaltschaft in Richtung Sandra M., ob sie nicht aussagen wolle, um „Pluspunkte“ für das Urteil zu sammeln, antwortet die Verteidigung, man werde das „mit der Mandantin besprechen“. Daraufhin ergreift der Vorsitzende Richter Lothar Beckers das Wort. In Richtung von Sandra M. sagt er: „Wenn die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird, und das ist bei einem Verbrechen an ein Kleinkind wie Greta nicht unwahrscheinlich, sprechen wir hier von Sicherungsverwahrung.“

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Ob das Sandra M. zu einer Aussage bewegen wird? Der Prozess wird fortgesetzt.

 
 

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