NRW: Verstöße gegen Corona-Regeln - diese Ruhrgebietsstadt ist Spitzenreiter!

Corona-Zeit und Ostern: Sind Ausflüge überhaupt erlaubt?

Auch an Ostern gelten die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Besuch des eigenen Ferienhauses, Tagesausflüge, Eiersuchen im Freien ... Was ist für die Feiertage eigentlich erlaubt und was nicht?

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Die Osterferien stehen an, das sonnige Wetter lockt - doch die Corona-Krise sorgt für Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in NRW. Die Osterfeiertage werden zur Belastungsprobe im Kampf gegen Corona, betonten Politiker unisono.

Polizei und Ordnungsämter haben verstärkte Präsenz angekündigt, um die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren.

NRW: Hunderte Verstöße gegen Corona-Regeln

Doch wie halten sich die Menschen in NRW bislang an die Verbote? DER WESTEN hat in den großen Ruhrgebietsstädten nachgefragt.

Der Tenor ist einstimmig. Insgesamt sind Ordnungsämter und Polizei zufrieden, das Verständnis in der Bevölkerung sei groß. Dennoch haben Polizei und Ordnungsamt mit der Einhaltung der Corona-Verordnungen aller Hand zu tun.

Mit bis zu 60 Mitarbeitern ist beispielsweise das Ordnungsamt in Duisburg unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Anordnungen zu kontrollieren. 660 Verstöße gegen das Kontaktverbot wurden vom Ordnungsamt und der Polizei seither gezählt, 181 bei gemeinsamen Aktionen von Ordnungsamt und Polizei. Die Polizei hat täglich mit 30 bis 80 Einsätzen unter dem Stichwort "Pandemie" zu tun. "Wenn das Wetter schön ist, dann tendenziell natürlich mehr", so Polizeisprecherin Caroline Dlutko.

Die Klassiker der Verstöße neben Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen: Grillen im Park, Eisverkauf in unverpackter Form oder der Aufenthalt nahe einer Verkaufsfläche. "In einem Fall wurde das Siegel in einem Kiosk aufgebrochen und der Kiosk weiter betrieben", so Pressesprecherin Susanne Stölting.

Tätlicher Angriff in Essen

Dass die Maßnahmen nicht überall auf Verständnis stoßen, zeigt ein Beispiel aus Essen vom vergangenen Wochenende. Hier wurde eine Gruppe von 20 Personen durch den Kommunalen Ordnungsdienst angesprochen und auf das Kontaktverbot hingewiesen.

Daraufhin wurden vier Mitarbeiter des Ordnungsdienstes tätlich angegangen. Mithilfe einer Verstärkung von zwei Kollegen konnte die Situation geklärt werden. Die Polizei nahm eine Person fest, weitere Strafanzeigen wurden gefertigt.

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Vier Festnahmen in Dortmund

Insgesamt zählt die Stadt Essen 374 Ordnungswidrigkeiten seit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Folge der Corona-Pandemie.

In Dortmund kam es laut Polizei zu 255 Ordnungswidrigkeitsanzeigen. Bei fünf Polizei-Einsätzen wurden Strafanzeigen geschrieben, in vier Einsätzen kam es zu einer Festnahme.

In Bochum wurden 46 Anzeigen gegen rund 100 Personen gefertigt. Täglich seien bis zu zehn Teams des Ordnungsamtes bis zu zwölf Stunden im Einsatz, heißt es von der Stadt. So wurden seit Beginn der Corona-Lage mehr als 4500 Kontrollen durch das Ordnungsamt durchgeführt.

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Kriminalität in Bochum fast halbiert

Wie die Pandemie abseits des Kampfes um die Einhaltung der Corona-Regeln Auswirkungen hat, zeigen Zahlen der Kriminalitätsentwicklung der Polizei Bochum. Von 9. März bis 5. April haben sich die Delikte insgesamt fast halbiert. (2019: 4161; 2020: 2228)

Vor allem die Zahl der Raub-Überfälle, Taschendiebstähle und Einbrüche sei laut Polizeisprecher Volker Schütte etwa um die Hälfte zurückgegangen. Auch die vieldiskutierte häusliche Gewalt sei von 101 auf 78 gesunken, auch wenn Schütte eine höhere Dunkelziffer nicht ausschließen will. Deutlich zugenommen hat dagegen die Zahl der Betrugsfälle, insbesondere des telefonischen Betrugs. (2019: 35; 2020: 90)

 
 

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