NRW: Alexander 17 Tage verschwunden – die Polizei steht DESHALB vor einem Rätsel

Foto: imago images/Westend61

Troisdorf. Der 13-jährige Alexander H. aus Troisdorf in NRW ist Ende März ohne jede Spur verschwunden. Sein ganzer Heimatort und vor allem seine Eltern bangten in dieser Zeit um ihn und sein Leben. Doch nun heißt es für alle besorgten Menschen aufatmen: Alexander ist wieder da! Doch sein rätselhaftes Verschwinden lässt viele Fragen offen.

Am Donnerstagabend erhielt Mutter Susanne einen Anruf. Die Bundespolizei soll ihren Sohn in der Nähe des Frankfurter Bahnhofes gefunden haben. Die Frau aus NRW konnte die Nachricht zunächst nicht fassen. „Ist das wirklich Alexander?“, soll sie sich zunächst gefragt haben. „Zu meinem Mann habe ich gesagt, dass ich das erst glaube, wenn er vor mir steht“, berichtet sie dem „Express“.

NRW: Familie des Jungen musste viel durchmachen

Ihr Tag sei ohnehin schon sehr turbulent verlaufen. Das Haus der Familie wurde nämlich zuvor von der Polizei mit einem Spürhund durchsucht. Vier Stunden lang sollen die Beamten überall nach Hinweisen gesucht haben. Doch leider ohne Erfolg. „Man hat gemerkt, dass die Polizei mit ihrem Latein am Ende war“, so Mutter Susanne weiter.

Nach dem erlösenden Anruf holten die Beamten aus Bonn Alexander aus einer Polizeistelle in Frankfurt ab. Mitten in der Nacht soll er wieder bei seiner Familie in Troisdorf angekommen sein. Seine Mutter konnte nun endlich wieder aufatmen. Der Schreck hatte ein Ende!

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Motive weiterhin unklar

Doch es bleiben noch viele Fragen offen: Warum war Alexander weg? Wo war er? Wie konnte er 17 Tage alleine durchstehen? Immerhin war der Junge seit Ende März nicht mehr zu Hause gewesen. Er soll auch nur ein wenig Kleidung, seine Nintendo-Spielekonsole und knapp 20 Euro Taschengeld mitgenommen habe, als er aus dem Haus seiner Eltern ausbüchste.

„Ich denke, das wird er uns auch nicht so schnell erzählen“, meinte seine Mutter. Sie gehe davon aus, dass ihr Sohn diejenigen, bei denen er war, nicht in Schwierigkeiten bringen möchte. Sie glaube sie, dass es Alexander während seiner Abwesenheit gut ging. Denn der Junge kam nicht verwahrlost zu ihr zurück. Im Gegenteil: Seine Anziehsachen wurden gewaschen und auch seine Spielekonsole hatte er auch noch. Nur sein Handy hat er angeblich verloren.

Nur ein zufälliger Halt in Frankfurt?

Mutter Susanne glaubt außerdem, dass ihr Sohn nur zufällig in Frankfurt gelandet sei. Sie vermutet, dass Alexander einfach in den nächstbesten Zug gestiegen ist. Und der ging womöglich einfach nach Frankfurt. Von der bundesweiten Suchaktion soll der Junge jedoch nichts mitbekommen haben.

Er wird inzwischen von einem Seelsorger betreut. Mit diesem soll sich Alexander gut verstehen. Auch seine Eltern möchten sich Hilfe holen. Weder sie noch die Polizei können sich nämlich erklären, was ihren Sohn dazu veranlasst hat, einfach von zu Hause wegzulaufen.

Susanne vermutet, dass Alexander beim Zocken im Internet womöglich Online-Bekanntschaften kennenlernt haben könnte. Vielleicht wollte der Junge sie zum Spielen treffen? Er soll sich schon vor seinem Verschwinden seltsam verhalten haben, berichtet seine Mutter dem „Express“. Freunde von Alexander wissen angeblich nichts von seinen Plänen. (kf)

 
 

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