NRW-Tourist in Dresden ermordet! Terror-Verdacht! Als diese Frage fällt, schüttelt der Chef des Verfassungschutzes resigniert den Kopf

Nach der tödlichen Messerattacke in Dresden auf zwei NRW-Touristen wurde ein Verdächtiger festgenommen, er war der Polizei bereits bekannt.
Nach der tödlichen Messerattacke in Dresden auf zwei NRW-Touristen wurde ein Verdächtiger festgenommen, er war der Polizei bereits bekannt.
Foto: dpa

Es war ein hinterhältiger Messer-Angriff, der tödlich endete! Alles deutet auf Terror hin!

Am 4. Oktober waren zwei Touristen aus NRW von einem Mann in Dresden angegriffen worden. Ein 55-jähriger Mann aus Krefeld starb, ein 53-jähriger Mann aus Köln überlebte die Attacke schwer verletzt. Nun kamen neue Details ans Licht.

NRW: Verdächtiger nach tödlicher Messer-Attacke festgenommen

Jetzt hat die Polizei Dresden einen Tatverdächtigen ermittelt und festgenommen. Es handelt sich dabei um einen 20-Jährigen, teilte die Polizei am Mittwochvormittag mit. Der junge Mann war im Zuge der Spurenauswertung in den Fokus der Ermittler geraten.

Nach dem Mann war gezielt gefahndet worden, am Dienstagabend wurde er im Bereich der Wilsdruffer Straße in Dresden festgenommen und befindet sich in Polizeigewahrsam.

Motiv und Hintergründe unklar

Motiv und Hintergründe der Attacke sind weiter unklar und Gegenstand der Ermittlungen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte.

Beschuldigter war Gefährder

Der Beschuldigte stammt aus Syrien und ist seit 2015 in Deutschland. Er war im November 2018 vom Oberlandesgericht Dresden wegen Werbens um Mitglieder und Unterstützer einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Suche nach einer Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, Körperverletzung und Bedrohung verurteilt worden. Wegen Angriffs auf Beamte in der Haft verhängte das Amtsgericht Leipzig im Dezember 2019 dann eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und neun Monaten gegen ihn.

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Bereits im August 2017 war er vom Landeskriminalamt Sachsen als Gefährder eingestuft worden, teilte Patrick Kleine – Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen – am Donnerstag bei einer Pressekonferenz mit. Im Juli diesen Jahres sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Mann weitere Straftaten begehen könnte von Experten als hoch eingeschätzt worden.

Nachdem er seine Haftstrafe verbüßt hatte, kam der Syrer am 29. September frei. Danach sei ihm unter anderem ein Bewährungshelfer bestellt worden. Außerdem wurde er observiert. Auch an dem Tag, an welchem er die Tat beging. Genaue Angaben zu den Uhrzeiten der Observation wurden auf der Pressekonferenz nicht gemacht. Es sei sehr, sehr bitter, wenn man heute feststellen müsse, dass trotz dieser Maßnahmen die schreckliche Tat nicht verhindert werden konnte, sagte Dirk-Martin Christian, Chef des Landesverfassungsschutzes, in Dresden. Auf die Frage, ob man die Tat überhaupt verhindern hätte können, schüttelte er nur resigniert den Kopf.

DNA-Treffer führte zu Beschuldigtem

Die Polizei, die eine 29-köpfige Sonderkommission „Schloßstraße“ eingerichtet hatte, war ihm durch einen DNA-Treffer auf die Spur gekommen. Er hatte nach dem Angriff das mutmaßliche Tatmesser zurückgelassen.

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Der Beschuldigte wurde am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt und sitzt in U-Haft. (ms, gb mit dpa)

 
 

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