NRW: Stinkende Insekten-Invasion im Herbst – das steckt hinter dem Phänomen

Mückenplagen im Sommer werden im Herbst abgelöst von einer Vielzahl an Käfern in NRW. (Symbolbild)
Mückenplagen im Sommer werden im Herbst abgelöst von einer Vielzahl an Käfern in NRW. (Symbolbild)
Foto: imago images / blickwinkel

Wer in NRW in den vergangenen Tagen noch die warmen Sonnentage des angekündigten „goldenen Oktober“ im Freien genossen hat, dem sind die vielen Insekten vielleicht bereits aufgefallen.

Vor allem eine sehr bekannte Art treibt es geradezu in Schwärmen durch NRW. Um sie zu erblicken, muss man nicht einmal weit hinaus in die Natur. Darüber berichtete der „Express“.

NRW: Insekten-Invasion im Herbst

In großen Schwärmen versammeln sich derzeit Marienkäfer auf Balkongeländern, an Hauswänden, Pflanzen oder im Einzelfall auch an Rollladenkästen. Die Tiere sind auf der Suche nach einem geeigneten Quartier um den Winter zu überstehen.

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Dafür steuern Marienkäfer bevorzugt Hohlräume an Hauswänden oder auf Dächern an, aber auch Laubhaufen stehen weit oben auf der Liste beliebter Winterquartiere. Eine Marienkäfer-Art tritt dabei besonders in Erscheinung.

Der Asiatische Marienkäfer hat eine Eigenart, die es für Beobachter fast unmöglich macht, ihn zu übersehen. Denn er tritt vor allem in großen Schwärmen auf und sorgt damit schnell für Aufsehen.

Marienkäfer suchen nach geschützten Hohlräumen

Als Gemeinschaft versuchen die Marienkäfer dann ein geeignetes Winterquartier zu finden. Dass es in Städten zur Ansammlung auf Hauswänden oder Balkonen kommt, hat mit der ostasiatischen Heimat der Insekten zu tun. Dort würden sie nämlich vornehmlich in Höhlen, Felsen und Spalten überwintern.

Deswegen sucht der Marienkäfer auch hier in Deutschland gern nach geschützten Hohlräumen wie Rollladenkästen. Dort fällt der gesamte Schwarm dann in Winterstarre.

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Wird der Käfer gereizt kann er, wie auch andere Marienkäfer, ein unangenehm riechendes Sekret abgegeben. Doch keine Sorge, das stinkende Sekret ist nicht gefährlich für den Menschen. Trotzdem sollte man bei der Beseitigung der Schwärme mit Vorsicht agieren.

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So beschreibt der Nabu den asiatischen Harlekin-Marienkäfer:

  • Er wird etwa sechs bis acht Millimeter groß
  • Das wichtigste Merkmal ist die M-förmige Zeichnung auf dem Kopfschild
  • Auf seinem roten Rücken finden sich bis zu 19 schwarze Punkteharleki
  • In den 80er-Jahren wurde er zur Blattlaus-Bekämpfung eingeführt
  • Die normale Lebensspanne beträgt ein bis drei Monate - theoretisch können sie aber bis zu drei jahre alt werden
  • In der Wissenschaft wird er „Harmonia axyridis“ genannt.

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Stinkig, aber nicht gefährlich

Der Asiatische Marienkäfer ist etwas größer als der heimische Siebenpunkt-Marienkäfer und vermehrt sich deutlich stärker. In Deutschland sei die Art „schon weitgehend flächendeckend vertreten“, erklärt der Biologe Heiko Vogel vom Jenaer Max-Planck-Institut für chemische Ökologie im „Express“.

Menschen hatten ihn ganz absichtlich nach Deutschland eingeschleppt, da Blattläuse ganz oben auf dem Speiseplan der Asiatischen Marienkäfer stehen.

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Auch heute gelten die Käfer als Glücksbringer - nicht zu unrecht. Denn wenn du sie im Garten hast, kannst du damit rechnen, dass sie auch dort im nächsten Frühjahr mit der Bekämpfung von Blattläusen loslegen.

Gefährliche Insekten in der Sommerzeit

Im Sommer beschäftigen uns auch immer wieder gefährliche oder schädliche Insekten wie der Buchsbaumzünsler oder Eichenprozessionsspinner. Wie gefährlich diese Insekten wirklich sind, liest du hier. (dav mit dpa)

 
 

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