NRW: Stadträtin nimmt Baby mit in Sitzung – Beigeordneter hat seltsamen Verdacht

In NRW nahm eine Stadträtin ihr Kleinkind mit auf die Ratssitzung. Ein Beigeordneter äußerte während der Sitzung einen komischen Verdacht. (Symbolbild)
In NRW nahm eine Stadträtin ihr Kleinkind mit auf die Ratssitzung. Ein Beigeordneter äußerte während der Sitzung einen komischen Verdacht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Westend61

Bünden. Die Vereinbarung von Job und Familie ist eine großer Herausforderung. Nicht immer bekommt man einen Babysitter und nicht alle Arbeitstermine lassen sich zeitlich flexibel genug anpassen.

In Bünden in NRW brachte eine Stadträtin ihr Kind mit zu einer Sitzung. Als der nichtöffentliche Teil der Sitzung anfangen sollte, irritierte ein Beigeordneter mit einer merkwürdigen Anmerkung. Darüber berichtete die „Neue Westfälische“.

NRW: Technischer Beigeordneter mit irritierender Anmerkung

Am 9. Oktober fand eine Sitzung im Bündener Stadtrat statt, die vielen Beteiligten wohl noch länger im Gedächtnis bleiben wird. Eine Ratsfrau der CDU hatte ihre drei Monate alte Tochter mit in die Sitzung gebracht. Sie ist Ursache für die Irritation im Anschluss an die Sitzung.

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Als der nichtöffentliche Teil beginnen soll, merkte der Technische Beigeordnete der Stadt an, er bezweifle, dass die Sitzung tatsächlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinde. Am Anfang hielten es die Anwesenden den Zwischenruf noch für einen Scherz.

Doch der Mann löste sein Anmerkung nicht in einem Scherz auf. Im Gegenteil: Er zeigte sich tatsächlich besorgt um vertrauliche Informationen, die durch das wenige Monate alte Kleinkind nach außen getragen werden könnten. Daraufhin sprach der Bürgermeister von Bünden ein Machtwort.

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Wann ist ein Teil einer Sitzung nichtöffentlich?

  • Bei Gefährdung der Interessen und Belange des Bundes, des Landes, der Gemeinde, anderer öffentlich-rechtlicher Körperschaften oder der örtlichen Gemeinschaft
  • Wenn durch gesetzliche Vorschriften Verschwiegenheit oder Geheimhaltung in bestimmten Angelegenheiten einzuhalten ist, beispielsweise beim Steuergeheimnis oder den Datenschutz berührende Informationen
  • Wenn „berechtigte Interessen Einzelner“ vorliegen

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Ratsmitglieder sind schockiert

Er stellte klar: Die CDU-Frau darf bleiben. Im Anschluss an die Entscheidung begann der nichtöffentliche Teil der Sitzung.

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Wenige Tage nach dem Vorfall zeigten sich noch immer viele Mitglieder des Rats schockiert. „Das war eine lächerliche Vorstellung, die viele von uns schockiert hat. Wir leben im 21. Jahrhundert“, zitiert die „Neue Westfälische“ eine andere Ratsfrau.

Frau erhält Unterstützung

Die 32-Jährige in Reihen der CDU erhielt von den anderen Ratsmitgliedern nach dem Vorfall viel Unterstützung: „Fraktionsübergreifend haben mir meine Kollegen nach der Sitzung gesagt, dass sie froh darüber sind, dass ich meine Tochter dabei habe“, erzählt sie in dem Medienbericht.

Es sei auch nicht das erste Mal gewesen, dass sie ein Kind mit in die Sitzung gebracht habe.

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Auch ihr erstes Kind habe sie häufiger dabei gehabt. Damals habe es nie Probleme gegeben. (dav)

 
 

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