Düsseldorf

NRW: Sie bauten eine Rizin-Bombe für den islamistischen Terror – jetzt kommt es zur unerwarteten Wendung

Bereits seit mehreren Monaten läuft der Prozess um den Bau einer Bombe mit dem Gift Rizin vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf (NRW). Nun könnte es zu einer krassen Entwicklung in dem Fall kommen. (Archivbild)
Bereits seit mehreren Monaten läuft der Prozess um den Bau einer Bombe mit dem Gift Rizin vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf (NRW). Nun könnte es zu einer krassen Entwicklung in dem Fall kommen. (Archivbild)
Foto: Federico Gambarini/dpa

Düsseldorf. Es hätte einer der verheerendsten islamistischen Anschläge in NRW und ganz Deutschland werden können: Der 31-jährige Sief Allah H. und seine 44-jährige Ehefrau Yasmin H. wollten, so die Anklage, eine Bombe mit dem Gift Rizin bauen. Schon ohne den toxischen Inhalt wäre die Bombe wohl verheerend gewesen.

Doch die Behörden griffen glücklicherweise rechtzeitig ein. Seit Juni 2019 wird nun der Prozess gegen die beiden Tatverdächtigen vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf geführt. Nun kommt es in der NRW-Landeshauptstadt wohl zu einer unerwarteten Wendung.

NRW: Anwälte verlassen Gerichtssaal auf eigene Faust

Eventuell müssen nämlich zwei Prozesse weitergeführt werden: Der Strafsenat hatte das Verfahren gegen die 44-jährige Angeklagte von dem ihres Ehemannes abgetrennt. Der Grund dafür ist kurios.

Die Abtrennung erfolgte, weil die Verteidiger der Frau den Prozess am vergangenen Freitag auf eigene Faust vorzeitig verlassen hatten. Der Grund: Die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus seien nicht ausreichend, hatten sie behauptet.

Das Gericht steht nun vor einer schwierigen Aufgabe: Es muss klären, ob die Verfahren getrennt fortgesetzt werden müssen, es möglicherweise sogar zu einem Neustart kommt, oder sie wieder verbunden werden können.

Gift von Tausenden Rizinus-Samen

Der 31-jährigen Tunesier und seine deutschen Frau hatten laut Bundesanwaltschaft begonnen, hochgiftiges Rizin aus Tausenden Rizinus-Samen zu gewinnen. Das Gift sollte demnach mit einer Bombe in einer Menschenmenge verteilt werden.

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Beide Verfahren sollen bereits an diesem Donnerstag fortgesetzt werden. (dav/dpa)

 
 

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