NRW-Stadt beendet Beziehung zu polnischer Partnerstadt – Grund ist DIESE Diskriminierung

Das Rathaus in Schwerte (NRW) – hier hat Bürgermeister Dimitrios Axourgos eine weitreichende Entscheidung getroffen. (Symbolfoto)
Das Rathaus in Schwerte (NRW) – hier hat Bürgermeister Dimitrios Axourgos eine weitreichende Entscheidung getroffen. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people

Erdbeben in den deutsch-polnischen Beziehungen! Die Stadt Schwerte in NRW hat die Partnerschaft zu einer polnischen Stadt beendet, nachdem sich diese zu einer LGBT-freien Zone erklärt hatte.

NRW-Stadt Schwerte beendete polnische Städtepartnerschaft

Die Stadt Schwerte in NRW hat ihre 30-jährige Partnerschaft zur polnischen Stadt Nowy Sacz am Sonntag beendet. Die Stadt im Südosten Polens hatte sich, wie viele Kommunen in der Region, zur LGBT (umfasst Homosexuelle, Bisexuelle und Transgender)-freien Zone erklärt.

Angeblich bedrohe die LGBT-Bewegung die christlichen Werte und die Integrität der polnischen Familie, so polnische Kommunalpolitiker.

Für Schwertes Bürgermeister Dimitrios Axourgos (SPD) ist diese Entscheidung „inakzeptabel“, wie der 37-Jährige in einem Brief an seinen polnischen Amtskollegen Ludomir Handze schrieb. Darüber berichtet der „WDR“.

Schwertes Bürgermeister setzt deutliches Zeichen

„Die Entscheidung Ihres Rates widerspricht unserem europäischen Gedanken der Vielfalt und damit auch dem Gebot der Völkerverständigung“, heißt es in dem Schreiben. „Das ist für mich und die Stadt Schwerte nicht akzeptabel“.

Polnische Bürger hatten Bürgermeister Axourgos erst auf die Entscheidung aufmerksam gemacht, ihn um eine klare Positionierung gebeten. Mit dem Aussetzen der Städte-Partnerschaft ist der SPD-Politiker dieser Bitte nachgekommen.

So teilt er Handze weiter mit, dass er „derzeit keine Basis für die Aufrechterhaltung unserer partnerschaftlichen Beziehungen“ sehe, zitiert „WDR“.

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Auf Facebook findet das Zeichen gegen Homophobie viel Zuspruch, Nutzer kommentieren unter anderem: „Super. Bisher kannte ich Schwerte nur aus der Stau-Schau. Wenn ich das nächste Mal dort im Stau stehe, weiß ich, Schwerte hat einen Bürgermeister mit Haltung“ und „Toller Bürgermeister, damit setzt er ein ganz klares Statement. Traurig, dass im Jahr 2020 so eine Intoleranz herrscht. Die EU sollte da Mal ein Zeichen setzen.“ (kv)

 
 

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