NRW: Schwere Vorwürfe gegen eine Sicherheitsfirma aus dem Ruhrgebiet – hat ein Polizist tatsächlich ..?

NRW: Ein Polizist aus Hessen soll mit einer mutmaßlich rechtsextremistischen Sicherheitsfirma aus Hamm zusammengearbeitet haben.
NRW: Ein Polizist aus Hessen soll mit einer mutmaßlich rechtsextremistischen Sicherheitsfirma aus Hamm zusammengearbeitet haben.
Foto: imago images / Christian Grube

Die Schlagzeilen um die Polizei in NRW reißen nach dem Skandal in Essen und Mülheim nicht ab. Jetzt führt die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bestechlichkeit sowie der Verletzung des Dienstgeheimnisses gegen einen hessischen Polizeibeamten.

Doch nicht nur gegen ihn, sondern auch gegen eine private Sicherheitsfirma aus NRW bestehen nun schwere Vorwürfe.

NRW: Das wird dem Polizisten vorgeworfen

Der Polizist soll „einer nicht angemeldeten und somit auch nicht genehmigten Nebentätigkeit für eine (mutmaßlich rechtsextremistisch beeinflusste) private Sicherheitsfirma aus Nordrhein-Westfalen, unter anderem im Ausland, nachgegangen zu sein“, erklärt die Staatsanwaltschaft nach Recherchen vom ARD-Magazin „Kontraste“ und dem Spiegel.

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Außerdem stehe der Verdacht im Raum, dass der Beamte „unrechtmäßige Abfragen aus polizeilichen Datenbanken durchgeführt hat, um sich mit den daraus gewonnenen Informationen im Rahmen seiner nicht genehmigten Nebentätigkeit persönlich zu bereichern“.

Für diese Firma soll der Polizist gearbeitet haben

Nach Recherchen von Kontraste und SPIEGEL soll der beschuldigte Beamte im Irak für die Sicherheitsfirma „Asgaard“ aus Hamm tätig gewesen sein. Bis vor wenigen Wochen soll auf deren Internetseite noch ein Foto von ihm zu sehen gewesen sein, das ihn mit zwei anderen Männern in militärischer Kleidung zeige.

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Die Firma umwirbt und beschäftigt aktive und ehemalige Polizeibeamte und Soldaten. In Bagdad etwa bewachen sie nach Angaben des Geschäftsführers „die diplomatische Vertretung einer arabischen Großmacht“.

Das hat die Staatsanwaltschaft bisher herausgefunden

Am 20. August durchsuchten Ermittler des hessischen Landeskriminalamts seinen Arbeitsplatz, seine Wohnung und den Sitz der Sicherheitsfirma. Bisher gibt es laut Staatsanwaltschaft keine Anhaltspunkte, dass er aus politischer Motivation handelte oder rechtsextrem sei.

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Der Beschuldigte erklärte über seinen Anwalt, sich nicht äußern zu wollen. Laut Staatsanwaltschaft wurde ein Disziplinarverfahren gegen den Beamten eingeleitet. (vh/mit dpa)

 
 

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