Wechselunterricht in NRW: Wut und Empörung bei vielen Familien – „Gebauer gehen die Kinder am A*** vorbei“

Yvonne Gebauer zum Wechselunterricht in NRW.
Yvonne Gebauer zum Wechselunterricht in NRW.
Foto: picture alliance/dpa | David Young

Nach dem Wochenende geht am Montag der Wechselunterricht an den Schulen in NRW wieder los.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) teilte vor einigen Tagen mit, dass Schüler und Schülerinnen aus NRW wieder in den Wechselunterricht zurückkehrenb. Vorausgesetzt, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei unter 200.

Dass trotz steigender Corona-Zahlen wieder zurück in die Klassen gegangen werden soll, löst bei vielen Menschen Unverständnis aus.

Wechselunterricht in NRW: Ärger über Entscheidung von Gebauer

Unter dem Hashtag „#Gebauer“ auf Twitter verleihen hunderte User ihrem Frust Ausdruck! „Mit welcher Begründung wurden eigentlich die Schulen vor Weihnachten geschlossen, nur um sie jetzt kurz nach Ostern mit ähnlich alarmierenden Zahlen wieder zu öffnen?“, fragt eine Nutzerin – und erhebt schwere Vorwürfe: „Gebauer gehen die Kinder am Ar*** vorbei. Das ist gewollte Durchseuchung, mehr nicht.“

„Frau Gebauer hat eine große Verantwortung. Aber sie gefährdet die Gesundheit von Tausenden von Kindern“, kritisiert auch weiterer Nutzer.

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Natürlich sind auch Eltern emotional von der Debatte ergriffen. Als Gebauer erklärt, dass es noch nicht absehbar sei, wann Lehrer und Schüler an Gymnasien geimpft werden könnten, platzt einer Mutter auf Twitter der Kragen: „Meine Tochter ist also weniger schützenswert, nur weil sie die 11. Klasse besucht? Das ist an Abartigkeit nicht mehr zu überbieten.“

Bürger empört über Gebauer und Wechselunterricht in NRW: „Ich kann nicht mehr“

Bei vielen Nutzern überwiegt jedoch schlicht die Ratlosigkeit nach den ständigen Strategiewechseln ihrer Landesregierung.

Ein User fasst Gebauers Entscheidungen der vergangenen Wochen kopfschüttelnd zusammen: „Erst hat sie den Wechselunterricht (Solinger Weg) verboten, jetzt ist er Teil ihres Konzeptes. Erst hat sie eine Inzidenzgrenze als Notbremse zum Distanzunterricht ignoriert, jetzt ist es Teil ihres Konzeptes.“

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Ein weiterer Nutzer schlägt in die selbe Kerbe: Man hangelt sich „wieder von Tag zu Tag durch. Unterricht in der Schule, zuhause, Quarantäne, Inzidenzwert über 200, positiver Test. Jeder Tag kann anders kommen.“

Ein Tweet bringt den Frust auf den Punkt: „Ich will nicht mehr. Ich kann nicht mehr. Ich bin nicht mal mehr wütend oder überrascht.“ (at)

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Die Schüler sollen sich in den Schulen zweimal pro Woche auf Corona testen. Wer der Testpflicht widerspricht, kann vom Unterricht ausgeschlossen werden. Viele Familien klagen jetzt von dem Oberverwaltungsgericht in Münster. >>>Hier erfährst du mehr dazu.