Recklinghausen

NRW: Beliebtes Schuh-Unternehmen schließt alle Filialen! Mehr als 1.500 Mitarbeiter betroffen

NRW: Foot-Locker-Tochter Runners Point schließt alle Filialen, auch im Limbecker Platz in Essen.
NRW: Foot-Locker-Tochter Runners Point schließt alle Filialen, auch im Limbecker Platz in Essen.
Foto: imago images / Michael Kneffel

Recklinghausen. Schock für die Mitarbeiter von Runners Point am Montag! Der Sportartikel- und Laufschuhhändler will nicht nur in NRW, sondern deutschlandweit alle Filialen dicht machen.

Das hat das Unternehmen seinen Mitarbeiten auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Auch Christoph Tesche, Bürgermeister der Stadt Recklinghausen, ist informiert worden. In der NRW-Stadt sitzt die Verwaltung von Runners Point mit 170 Mitarbeitern.

Aber gibt es womöglich doch noch eine Wende?

NRW: Runners Point gibt auf – 1.500 Mitarbeiter fürchten „zur Unzeit“ um Job

Das Mutter-Unternehmen Foot Locker will die Marke Runners Point komplett begraben, wie die Stadt Recklinghausen bestätigte. Jetzt müssen deutschlandweit 1.500 Mitarbeiter um ihren Job fürchten.

„Das ist für unsere Stadt leider ein echter Schlag ins Kontor. Vor allem tut es mir leid für die rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nun urplötzlich ihren Arbeitsplatz verlieren. Dahinter stehen die Schicksale von Familien. Solche Nachrichten sind immer bitter, kommen in der Corona-Krise aber erst recht zur Unzeit“, heißt es in einer Stellungnahme von Bürgermeister Tesche.

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Betriebsrat schaltet Anwalt ein

Foot Locker nannte keine genauen Gründe für die Pläne, sprach aber von einer vorangegangenen „Bewertung unserer Geschäftstätigkeit und der Wettbewerbslandschaft in Deutschland über den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate“. Mit den Marken Foot Locker und Sidestep werde man auch in Zukunft für die Kunden da sein.

Nach Informationen der Stadt Recklinghausen sollen sämtliche Aktivitäten in die Niederlande verlegt. „Das hat nichts mit dem Wirtschaftsstandort Recklinghausen zu tun, sondern ist eine strategische Entscheidung des Unternehmens Foot Locker, für die ich kein Verständnis habe“, sagte Tesche.

Dem WDR zufolge soll der Betriebsrat von Runners Point einen Anwalt eingeschaltet haben, um das Blatt möglicherweise doch noch wenden zu können. Die Hoffnung: Eine Aufrechterhaltung des Betriebs.

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Das ist Runners Point

  • Sportartikel-Unternehmen mit Verwaltung in Recklinghausen
  • 1984 als Karstadt-Tochter gegründet
  • 2013 von US-Konzern Foot Locker gekauft
  • verkauft vor allem Laufsport-Artikel

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Sollte das nicht gelingen, sollen für alle Mitarbeiter ein Sozialplan ausgehandelt werden, der auch Entschädigungen vorsieht. (ak mit dpa)

 
 

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