Düsseldorf

NRW: Reihenweise Corona-Verstöße – Kneipe muss dicht machen!

In Düsseldorf (NRW) musste eine Kneipe wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung schließen. (Symbolbild)
In Düsseldorf (NRW) musste eine Kneipe wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung schließen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Deutzmann

Düsseldorf. Reichlich zu tun für den städtischen Ordnungs- und Servicedienst (OSD) in Düsseldorf (NRW)!

Seit einigen Tagen durften die Gastronomen im Zuge der Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen ihre Pforten wieder öffnen – jedoch unter strengen Auflagen: Mindestabstand zwischen den Tischen, Hinterlassen von Kontaktdaten und das Tragen von Masken beim Betreten und Verlassen des Lokals sind Pflicht.

In NRW zeigt sich nun: Das klappt noch nicht überall. Eine Kneipe hat der OSD sogar kurzerhand wieder komplett dicht gemacht.

NRW: Fast 60 Einsätze im Zusammenhang mit Schutzverordnung

Das schöne Wetter in NRW am Mittwoch und der Feiertag am Donnerstag brachten den Restaurants, Biergärten und Kneipen einen wahren Besucherregen. Was bei den Gastronomen zumindest etwas Geld in die klammen Kassen spülte, sorgte für Hochbetrieb beim OSD in Düsseldorf. Insgesamt 59 Einsätze gab es an den beiden Tagen, die mit der Überwachung oder Durchsetzung der Corona-Schutzverordnung zu tun hatten.

Zu der Schutzverordnung gehört:

  • Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den zum Nachbartisch
  • Beim Betreten, Verlassen der Gaststätte, sowie Aufsuchen der Toilette gilt Maskenpflicht
  • Kontaktdaten von Gästen müssen erfasst werden
  • Personen aus maximal zwei Haushalten an einem Tisch
  • Maskenpflicht für Kellner und Personal beim Service

Während die Behörden bei einigen Betrieben, in denen Angestellte und Gäste eine Mund-Nasen-Bedeckung vermissen ließen sowie die Liste der Kontaktdaten lückenhaft war, ein Auge zudrückten und es bei einer Ermahnung des Wirtes und der Drohung einer Schließung beließen, traf es eine andere Kneipe richtig heftig.

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Am Donnerstag standen die Mitarbeiter des OSD vor einer Kneipe auf der Bolkerstraße und dürften ihren Augen kaum getraut haben: Menschen standen dicht gedrängt aneinander, der angestellte Sicherheitsdienst trug keine Schutzmaske und auch zahlreiche Gäste spazierten ohne entsprechenden Schutz durch die Kneipe. Auch die Tische wurden nicht gereinigt, nachdem Gäste ihre Plätze verlassen hatten. Nach Rücksprache mit dem Inhaber schloss der OSD die Kneipe schließlich.

Die meisten Wirte setzen Vorgaben um

Die Bolkerstraße liegt im Herz der Düsseldorfer Altstadt und gilt als Herzstück der „längsten Theke der Welt“ – in Corona-Zeiten ist an ausgelassenes Feiern aber natürlich trotzdem nicht zu denken.

Bei den meisten Kontrollen zeigten sich die Gastronomen übrigens äußerst anpassungsfähig. Wurden Wirte wegen Verstößen ermahnt, seien bei Nachkontrollen keine Mängel bei der Umsetzung der Corona-Schutzverordnung festgestellt worden. Auch Einzelpersonen hielten sich an öffentlichen Plätzen weitgehend an das Abstandsgebot. Nur gegen einige renitente Griller an der Bremer Straße wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. (dav)

 
 

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