NRW-Polizei zahlt ihre Rechnungen nicht - das ist der banale Grund

Diana Langer
Die Polizei ist zwar nicht pleite, aber Rechnungen wurden trotzdem nicht bezahlt. Schuld: ein neues System. (Symbolbild)
Die Polizei ist zwar nicht pleite, aber Rechnungen wurden trotzdem nicht bezahlt. Schuld: ein neues System. (Symbolbild)
Foto: imago
  • Polizei zahlt Rechnungen nicht
  • Neues System macht Probleme
  • Mit mehr als 25.000 Rechnungen im Rückstand

Von Tankrechnungen über Mieten bis hin zu Werkstattrechnungen ist einiges auf der Strecke geblieben. Die Polizei ist allerdings nicht pleite, sondern hat ein Problem mit einem neuen System.

25.000 Rechnungen offen

Beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) kam es in den vergangenen Monaten bei 25.000 Rechnungen zur Verzögerung der Zahlung. Der Grund: ein neues zentralisiertes Rechnungswesen.

Laut der LZPD fallen jährlich knapp eine halbe Million Rechnungen an, die es zu bearbeiten gilt. Mit dem neuen System sollte das eigentlich einfacher werden. Die Ausgaben sollten besser zu planen und kontrollieren sein.

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Rechnungen im Schichtdienst abgearbeitet

Bisher konnten aber noch nicht viel kontrolliert oder auch ausgegeben werden. Von Januar bis Anfang Februar hätten sich 25.000 Rechnungen angehäuft, die alle bearbeitet werden müssen. Die Rechnungen und Mahnungen werden laut LZPD jetzt im Schichtdienst abgearbeitet.

Die 2.300 Rechnungen, die täglich einlaufen, können inzwischen auch bewältigt werden. Das Problem seien die Rechnungen, die in den letzten Monaten angehäuft wurden und nachträglich bearbeitet werden müssten.

Externe Firma mit Bearbeitung beauftragt

Eine externe Firma, die bisher dem LZPD bei der Bearbeitung der Rechnungen geholfen hatte, hätte die zugesicherten Dienstleistungen nicht einhalten können. Die Zusammenarbeit demnach aufgelöst. Seit Mitte März sei eine neue Firma mit der Bearbeitung beauftragt.

Die 100 wichtigsten der über 30.000 Geschäftspartner der Polizei wurden laut LZPD bereits im Vorfeld über mögliche Verzögerungen informiert.