Schwelm

NRW: Polizei rückt wegen Fleck aus – dahinter steckt eine ernste Bedrohung

Der Staatsschutz ermittelt wegen eines unscheinbaren Flecks in Schwelm (NRW). (Symbolbild)
Der Staatsschutz ermittelt wegen eines unscheinbaren Flecks in Schwelm (NRW). (Symbolbild)
Foto: imago images / Noah Wedel

Schwelm. Ein unscheinbarer Fleck vor einem Wohnhaus in Schwelm (NRW) hat den Staatsschutz auf den Plan gerufen. Dahinter könnte womöglich eine ernste Bedrohung stecken.

„Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Eine Probe des Flecks ist entnommen worden, nun müssen wir einige Tage warten“, erklärt Michael Siemes, Polizeisprecher bei der zuständigen Polizeibehörde Hagen (NRW).

Ziel der möglichen Bedrohung könnte der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands (DFV), Hartmut Ziebs, sein.

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Ziebs hatte zuvor öffentlich gesagt: „Die teilweise rechtsnationalen Tendenzen bei der AfD sind eine Gefahr für die Demokratie. Es wäre dramatisch, wenn die Feuerwehr da reinrutscht.“ Darauf erhielt er zahlreiche Hass-Mails. Daher ermittelt seit Freitag der Staatsschutz.

NRW/Schwelm: Feuerwehr-Präsident erhält Droh-Mails

Die Polizei Hagen schließt zum jetzigen Zeitpunkt nicht aus, dass es sich bei dem geruchlosen Fleck, der in den Boden eingezogen war, auch um Kühlmittel aus einem Auto handeln könnte. „Wir müssen die unbekannte Flüssigkeit dennoch ernst nehmen“, so Polizeisprecher Michael Siemes.

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, stand in einer der Droh-Mails unter anderem: „Du Stück Scheiße gehörst täglich ausgepeitscht und ohne Schutzausrüstung als erster Mann ins Feuer gejagt.“ Der DFV-Präsident habe schon einige beleidigende Nachrichten bekommen, doch diese hätten eine neue Stufe erreicht.

Die Nachricht sei von einer Adresse einer Freiwilligen Feuerwehr in Dortmund gekommen. Die Feuerwehr-Stelle wies die Vorwürfe zurück und stellte Anzeige gegen Unbekannt.

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Stellvertreter stellen sich gegen Präsidenten

Ziebs steht seit Tagen im Zentrum einer verbandsinternen Debatte. Fünf seiner Stellvertreter hatten ihn zum Rücktritt aufgefordert. Sie haben eine Abwahl auf der nächsten Sitzung am 6. Dezember in Braunschweig in die Wege geleitet.

Gleichzeitig hat Ziebs eine große Welle der Solidarität erfahren. In den sozialen Netzwerken sprechen ihm viele Feuerwehr-Kollegen Mut zu. (mit dpa)

 
 

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