NRW: Polizei veröffentlicht ironischen Facebook-Beitrag – gerade Verschwörungstheoretiker bringt er auf die Palme

NRW: Dass man den Problemen während Corona-Pandemie auch mit Humor entgegentreten kann, beweist die Polizei im Märkischen Kreis.
NRW: Dass man den Problemen während Corona-Pandemie auch mit Humor entgegentreten kann, beweist die Polizei im Märkischen Kreis.
Foto: imago images / Rene Traut

Dass man den Problemen während Corona-Pandemie auch mit Humor entgegentreten kann, beweist die Polizei im Märkischen Kreis (NRW).

Auf Facebook haben die Beamten des Polizeipräsidiums Märkischer Kreis (NRW) einen Beitrag gepostet, der dazu bewegen soll, nicht auf Falschinformationen hereinzufallen und Inhalte vor dem Teilen zu überprüfen.

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NRW: Polizei will gegen Falschinformationen zu Corona vorgehen

„Achtung! Verwechslungsgefahr!“, ist groß auf dem Facebook-Bild zu lesen. Darunter sind einmal Polizisten abgebildet („Uniformierte“) und daneben eine oberkörperfreie Person mit Aluhut („Uninformierte“).

Darunter schreiben die Beamten mit einem Hauch von Ironie: „Wow, geiler Content. Gleich mal teilen!“ – nur um direkt dagegen zu halten: „Stopp! Wer hat das eigentlich gepostet? Gibt es dafür Belege?“

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Dies seien wichtige Fragen, denn „besonders auf Facebook wird viel Quatsch verbreitet.“ Daher stellt sich die Polizei im Märkischen Kreis mit diesem Post offiziell hinter die Kampagne „#PledgeToPause“ („Schwöre, innezuhalten“), die von den Vereinten Nationen im Kampf gegen die Verbreitung von Falschinformationen zur Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde.

Positives und kritisches Feedback in den Kommentaren

Die User springen sofort darauf an und loben die Aktion:

  • Ich feier euch so sehr. Könnt ihr den Kollegen in Bottrop nicht mal Nachhilfe geben, damit die Nachrichten dort mal interessant und lustig werden?
  • Wie gut, dass die meisten vernünftiger sind, andernfalls würden die Zahlen hinsichtlich COVID-19 noch mehr steigen. Freie Meinung hat da ihre Grenzen, wo gezielt Falschinformation für seine eigenen Zwecke betrieben wird!
  • Danke für den Lachflash und den ganzen Kaffee, der nun auf meinem Schreibtisch verteilt ist.
  • Sollte ich mal in Gewahrsam genommen werden müssen, dann bitte von euch.
  • Es trifft den Nagel auf den Kopf.

Vereinzelte Nutzer dagegen nutzen das Wortspiel aus dem Post und kritisieren damit „uninformierte Uniformierte“. Dass die Verschwörungstheoretiker, die in dem Beitrag deutlich durch den Kakao gezogen werden, das Ganze eher weniger lustig finden, war zu erwarten.

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„Bitte lassen Sie sich nicht zu Instrumenten dessen machen, was unser Land, die Einheit und die Gemeinschaft in unserer Gesellschaft unwiederbringlich zerstören will“, schreibt einer an die Polizeibeamten. Ein anderer geht verbal in die Vollen: „Ich lasse mich weder zu etwas zwingen, mir meine Freiheit, für die meine Ahnen Blut vergossen haben, nehmen, noch mich in irgendeine Ecke stecken. Ich feiere mit wem ich will und wo ich möchte. Ich treffe mich mit wem ich möchte. Ich sage was ich möchte. Ich haue jedem Blockwart oder Merkelspitzel aufs Maul, sollte dieser meine Freunde oder mich denunzieren.“ (at)

 
 

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