NRW: Tierheim-Mitarbeiterin macht schlimme Entdeckung und hat einen Verdacht – „Schnell!“

In Münster in NRW hat ein Unbekannter eine unglaubliche Ladung vor dem Tierheim abgekippt.
In Münster in NRW hat ein Unbekannter eine unglaubliche Ladung vor dem Tierheim abgekippt.
Foto: dpa/Tierfreunde Münster

Münster. Selbst sehr erfahrene Tierschützer aus NRW haben sowas noch nicht erlebt: Vor einem Tierheim in Münster haben Unbekannte gleich mehrere Kästen mit dutzenden Ratten abgeladen.

Am Samstagmorgen machte eine Mitarbeiterin aus NRW die Entdeckung und traute ihren Augen kaum: Mehrere mit Draht und Kabelbindern verschlossene Mörtelkästen und andere Plastikbehälter standen vor dem Tierheim in Münster.

In den Kisten krabbelten nach Tierheim-Angaben zwischen Hundefutter, Brötchen, Kartoffeln und Altkleidern insgesamt 67 Ratten.

Münster/NRW: Kranke Ratten werden getötet

Die Mitarbeiterin rief sofort die Ratten-Expertin der „Tierfreunde Münster“ an: „Kannst Du kommen? Schnell? Und mit schnell meine ich: SCHNELL! Jemand hat uns Ratten an die Straße gestellt. Viele! Und mit viele meine ich: VIELE!“

Die herbeigerufene Expertin sortierte die Ratten nach Geschlecht. Einige Weibchen waren trächtig, viele Ratten waren in einem schlimmen Zustand.

Für manche kam jede Hilfe zu spät: „In einer weiteren Box warteten die ärmsten Kreaturen auf Erlösung, die noch am gleichen Tag beim Tierarztnotdienst vorgenommen wurde“, schreiben die Tierschützer.

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Mitarbeiter haben Verdacht

Die Mitarbeiter des Tierheims haben auch schon einen Verdacht, woher die Ratten kommen könnten. Weil in jeder Box ein männlicher und mehrere weibliche Nager waren, gehen die Tierfreunde davon aus, dass die Ratten zu Futterzwecken in den Kästen gezüchtet wurden.

„Entweder die Pythons dieses Menschen sind gestorben, oder er hatte sonst keine Abnehmer und Lust mehr“, sagt die Mäuse- und Rattenbeauftragte.

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Doch sie wird auch ernst: Der Rattenzüchter habe nicht nur anderen seine Verantwortung vor die Füße geschmissen, sondern auch hohe Kosten verursacht. Die Helfer haben bis zu zwölf Stunden lang die Ratten gepflegt. (jg)

 
 

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