NRW: Haben zwei Erzieherinnen Kinder in einer Kita misshandelt? Schlimme Vorwürfe!

In einer Kita in NRW sollen mehrere Kinder von Erzieherinnen misshandelt worden sein. (Symbolbild)
In einer Kita in NRW sollen mehrere Kinder von Erzieherinnen misshandelt worden sein. (Symbolbild)
Foto: imago images / McPHOTO

Bielefeld. Es klingt schrecklich, was sich in einer Kita in Bielefeld (NRW) abgespielt haben soll. Gegen zwei Erzieherinnen wurden nun Vorwürfe der Kindesmisshandlung bekannt! Mehrere Kinder sollen unter den Taten der Frauen gelitten haben.

Eine 50-jährige Gruppenleiterin soll unter anderem ein Kind (2) allein in einen dunklen Flur der Kita in Bielefeld (NRW) gesetzt haben, ihre Kollegin (47) soll die Taten gedeckt haben. Davon berichtet das „Westfalen Blatt“

NRW: Misshandlungs-Vorwürfe in Kita in Bielefeld

Insgesamt sollen elf Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren von den Frauen misshandelt worden sein. Dafür wurden sie nun von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Die Mutter (29) eines ehemaligen Kita-Kindes sowie eine Jahrespraktikantin (18) erheben weitere Anschuldigungen gegen die Gruppenleiterin.

Die Liste ihrer Vorwürfe ist lang:

  • Kinder seien beim Spielen ausgeschlossen worden, seien geschubst und weinend liegengelassen worden
  • Sie sollen mit nasser Kleidung zum Schlafen geschickt oder nicht gewickelt worden sein
  • Anderen sei das Essen verweigert worden

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Hausverbot und „Maulkorbklausel“

Als die Mutter die Verantwortlichen beim DRK auf die mutmaßlichen Misshandlungen aufmerksam gemacht hat, habe man ihrer Tochter kurzerhand den Kitaplatz gekündigt.

Für die Mutter habe es zudem Hausverbot gegeben, sie solle außerdem ein „Maulkorbklausel“ unterschreiben, laut der sie mit den Vorwürfen gegen das DRK nicht an die Öffentlichkeit treten darf.

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Das ist die „Maulkorbklausel“

  • Die Person, die eine „Maulkorbklausel“ unterschreibt, darf sich nicht über das entsprechende Thema äußern
  • weder in privaten Gesprächen noch in den sozialen Medien
  • Wer dagegen verstößt, macht sich strafbar

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Erzieherin zieht gegen Kita vor Gericht

Auch den Erzieherinnen, die dem DRK auf die schlimme Lage aufmerksam gemacht haben, sei „das Wort im Mund umgedreht“ worden. Eine andere Erzieherin (55), die die Probleme beim Arbeitgeber anprangerte, soll nach 13 Jahren fristlos entlassen worden sein.

Fünf Kündigungen habe die Frau erhalten, gegen die sie vor Gericht zog. Das Ergebnis: Die Auflösung ihres Arbeitsvertrages zum 30. Juni und eine Abfindung in Höhe von 19.000 Euro – und eine „Maulkorbklausel“.

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Laut dem „Westfalen Blatt“ nicht das einzige Verfahren, wegen dem die 55-Jährige derzeit regelmäßig zum Gericht geht: Wegen Verleumdung und übler Nachrede zeigte sie außerdem den Vorstand und eine leitende Mitarbeiterin an.

DRK-Kreisverband äußert sich nicht zu den Vorwürfen der Misshandlung

Der DRK-Kreisverband in NRW bezieht aktuell keine Stellung zu diesen Vorwürfen. „Stellungnahmen außerhalb der laufenden Verfahren sind der Aufklärung nicht förderlich“, erklärte DRK-Sprecherin Christina-Carolin Rempe.

Ob die betroffenen Erzieherinnen noch in der Kita in Bielefeld arbeiten, sagte die Sprecherin nicht. (vh)

 
 

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