Hagen

NRW: Mega-Schlange vor Freibad – Situation droht zu eskalieren

NRW: Am Wochenende wollten zahlreiche Menschen in Hagen ins Freibad – und riefen dabei sogar die Polizei auf den Plan.
NRW: Am Wochenende wollten zahlreiche Menschen in Hagen ins Freibad – und riefen dabei sogar die Polizei auf den Plan.
Foto: imago images / KS-Images.de; Alex Talash (Montage: DER WESTEN)

Hagen. Angesichts der Sommerhitze der vergangenen Tage gab es für viele Menschen in NRW am Wochenende nur ein Ziel: Abkühlung im Freibad.

Doch einen derartigen Besucheransturm muss man in Zeiten von Mindestabstand und Hygieneregeln ersteinmal bewältigen können. In Hagen (NRW) drohte die Situation sogar zu eskalieren.

NRW: Besucheransturm auf Freibad in Hagen

Bei Temperaturen um die 30 Grad steuerten viele Hagener das Freibad Hestert im Südwesten der Stadt an. Doch die hohen Besucherzahlen führten zu extrem langen Schlangen vor dem Eingang des Bades. Selbst mehrere hundert (!) Meter vor den Pforten des Freibads stellten sich die Menschen noch an, um später ins kühle Nass springen zu können.

An den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern hielten sich dabei die wenigsten. Und bei der drückenden Hitze verzichteten viele der Wartenden auch nur allzu gerne auf einen Mundschutz.

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Mitarbeiter von Hagenbad versuchten mit einem Megafon, an die Menschen zu appellieren und sie zumindest zur Einhaltung des Mindestabstands zu bewegen – zum Großteil jedoch vergeblich.

Warteschlange mehrere hundert Meter lang – Polizei rückt an

Die hunderte Meter lange Warteschlange vor dem Freibad rief schließlich auch die Hagener Polizei sowie Mitarbeiter der Stadt auf den Plan. Die Beamten sprachen mit den Badegästen und versuchten, auf die Besucher einzuwirken.

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Diese Corona-Regeln gelten im Freibad Hestert in Hagen (NRW):

  • Eine Einlassbeschränkung lässt lediglich maximal 1.000 Badegäste auf einmal zu. Hierbei ist das Bad von 13 bis 19 Uhr geöffnet.
  • An Wochenend-, Ferien-, Feier- oder Brückentagen gibt es so genannte „Zwei-Schichten-Badetage“: Die ersten 1.000 Besucher dürfen von 10 bis 14 Uhr in das Bad, die zweiten 1.000 Gäste von 15 bis 19 Uhr.
  • In allen geschlossenen Räumen, auf den Wegen von und zu den Parkplätzen, im Kassenbereich sowie beim Aufenthalt in den Umkleidekabinen ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung Pflicht. Auch Eltern im Bereich des Kinder-Planschbeckens müssen eine Maske tragen.
  • Desinfizieren der Hände nach Betreten des Freibades
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern, auch in den Schwimmbecken.

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Erst gegen 15 Uhr, als das Bad öffnete, entspannte sich die Situation langsam, sodass von weiteren Maßnahmen abgesehen werden konnte.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Dies war nicht der einzige komplizierte Freibadvorfall in den vergangenen Tagen in Hagen. Erst am Donnerstag konnte man vor dem Freibad Hengstey ähnliche Szenen beobachten, wie die „“ berichtet.

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Die Stadt Hagen und ihre Bäder wollen das jedoch nicht einfach so akzeptieren – und drohen sogar mit der erneuten Schließung der Freibäder, sollte es weiterhin zu derartigen Menschenansammlungen kommen. Das Freibad Hestert hat seit dem 16. Mai wieder geöffnet, das Freibad Hengstey seit dem 15. Juni. (at)

 
 

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