NRW: Mann vor 23 Jahren ermordet! Jetzt ist seine Identität klar, doch wer steckt hinter der Tat?

NRW: Wer hat Wilfried Kalitz getötet?
NRW: Wer hat Wilfried Kalitz getötet?
Foto: Polizei Krefeld

Wer ist der Tote aus der „Hauser Sandkuhle“?

Am 8. Dezember wurde ein Mann unbekleidet am Abhang der Kuhle bei Rheurdt-Schaephuysen (NRW) gefunden. 23 Jahre lang suchte die Krefelder Mordkommission „Sandkuhle“ nach der Antwort.

So entsteht ein Phantombild
So entsteht ein Phantombild

NRW: Mann vor 23 Jahren getötet – jetzt ist seine Identität klar

Ihre Hartnäckigkeit hat sich bezahlt gemacht. Jetzt ist klar: der Tote ist Wilfried Kalitz. Er wurde 1953 geboren und lebte zuletzt in der Fronhofstraße 6 in Würselen (NRW).

Auf die Spur kamen die Ermittler nach einer erneuten Ausstrahlung bei „Aktenzeichen XY“ im August 2019. Damals hatten Experten des Landeskriminalamtes auf Basis der vorliegenden Leichenfotos neue Montagebilder des Toten angefertigt. Nach der Sendung gingen über 50 Hinweise ein. Ein Hinweis aus dem Raum Aachen erwies sich als Volltreffer. Der damals 43 Jahre alte Mann lebte bei Würselen in der Nähe von Aachen und war 1996 verschwunden. Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann nie als vermisst gemeldet worden war. Bis heute ist er nicht für tot erklärt worden.

+++ NRW: Wende im Mordfall – Polizei sucht jetzt HIER nach Täter +++

Familie ging davon aus, dass Mordopfer sich ins Ausland absetzte

Die Polizei konnte mehrere Brüder, eine Schwester, eine geschiedene Ehefrau sowie eine Tochter und ein Sohn des Mannes ermitteln. Sie bestätigten, dass er 1996 verschwunden sei und sich nie mehr gemeldet habe.

Die DNA-Muster der Angehörigen wurden mit dem des unbekannten Toten verglichen: Das Ergebnis ist der sichere Beweis, dass es sich bei dem Toten um Wilfried Kalitz handelt.

Die Eltern von Wilfried Kalitz sind zwischenzeitlich verstorben – ohne Gewissheit darüber zu erhalten, warum ihr Sohn verschwunden war.

Laut Polizei sei er 1996 weder suizidgefährdet gewesen noch hätten Anhaltspunkt für ein Verbrechen vorgelegen. Die Angehörigen glaubten seinerzeit, er habe sich wegen seiner Schulden ins Ausland abgesetzt. Warum er sich weder bei den Eltern noch bei seinen Kindern je wieder gemeldet hatte, konnte die Polizei den Angehörigen erst jetzt mitteilen.

Inzwischen weiß die Polizei: Wilfried Kalitz arbeitete viele Jahre als Busfahrer bei den Aachener Verkehrsbetrieben (ASEAG), zuletzt betrieb er einen Handel mit Wohnmobilen, die er reparierte.

Das Gebäude, in dem Wilfried Kalitz zuletzt gelebt hatte, wurde 1997 versteigert und danach von einer benachbarten Großbäckerei genutzt.

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Wilfried Kalitz steckte in finanziellen Problemen

Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass das Mordopfer 1996 finanzielle Probleme gehabt haben. Er soll geplant haben, im Bereich Monschau einen Grillimbiss zu mieten. Dieser soll jedoch abgebrannt sein, bevor er ihn übernehmen konnte.

Die Ermittler wollen im nächsten Schritt nun die Tat aufklären. Einzelne Kontakte des Verstorbenen von Ende November 1996 konnten sie bereits rekonstruieren. Sie sind überzeugt: Wilfried Kalitz wurde Ende November, Anfang Dezember 1996 getötet. Als er am 8. Dezember 1996 entdeckt wurde, lag er bereits mehrere Tage in der Sandkuhle.

Geschah der Mord im Wohnhaus?

Die Ermittler sind sicher, dass das Opfer am Fundort nur abgelegt worden ist. Sie gehen davon aus, dass er an seinem Wohnort getötet wurde.

Mit dem Opfer verschwanden damals auch sein älterer VW-Bus (Typ T3) und sein Schäferhund Rex. Seine Angehörigen glaubten, er hätte sich mit ihnen ins Ausland abgesetzt.

Nun sucht die Polizei nach Zeugen, die Wilfried Kalitz kannten und Angaben zu ihm machen können.

Die Polizei fragt:

  • Wer kann Angaben zu seinen privaten und beruflichen Kontakten im Herbst 1996 machen?
  • Wer weiß, wo das Fahrzeug oder der Hund verblieben sind?

Ein Emil genannter rumänischer Mann soll seinerzeit regelmäßig bei Wilfried Kalitz gearbeitet haben. Er wird dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Hinweise zu dem Tötungsdelikt nimmt die Mordkommission der Kripo Krefeld unter Tel. 021516340 entgegen.

 
 

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