NRW: Mann vergeht sich an Enkelkindern der Freundin – dieser Fehler ließ ihn auffliegen

Ein Mann hat die Enkelkinder einer Freundin missbraucht. (Symbolbild)
Ein Mann hat die Enkelkinder einer Freundin missbraucht. (Symbolbild)
Foto: imago images/Rolf Kremming

Ein 57 Jahre alter Mann aus Niedersachsen muss für den sexuellen Missbrauch zweier Kinder und den Besitz von Kinderpornografie für drei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das beschloss das Bielefelder Amtsgericht am Donnerstag.

Das Gericht in NRW überschritt damit sogar das geforderte Strafmaß der Staatsanwaltschaft. Wie die Taten ans Licht kamen, ist kaum vorstellbar.

NRW: Mann nimmt sexuelle Handlungen an Kindern vor – Mutter findet Aufnahmen auf Speicherkarte

Bereits im Februar fand die Mutter der beiden missbrauchten Kinder eine Speicherkarte mit den Aufnahmen. Der 57-Jährige hatte dem Mädchen eine Speicherkarte überlassen – und ihr anscheinend versehentlich die Falsche mitgegeben.

Wie die „Neue Westfälische“ berichtet, hatte die Mutter ihn daraufhin telefonisch zur Rede gestellt. Der Mann aus Hodenhagen geriet daraufhin in Panik und ergriff die Flucht.

Auf seiner Flucht versteckt er eine andere Speicherkarte

Zunächst irrte er durch den Teutoburger Wald, wo er versuchte, eine Tasche mit einer weiteren SD-Karte zu verstecken. Danach flüchtete er nach Genua und Nizza, wo er zunächst sechs Wochen abwartete.

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In der Zwischenzeit fanden Wanderer die Tasche mit der Speicherkarte. Als das Fundbüro die Karte überprüfte, um möglicherweise den Besitzer auszumachen, fanden sie zwar Bilder des Mannes – aber auch die belastenden Aufnahmen.

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Amtsrichterin hat eine eigene Theorie

Wie sich später herausstellte, waren die Opfer die Enkelkinder einer ehemaligen Freundin des 57-Jährigen aus Bielefeld. Vor Gericht legte der Mann aus dem Heidekreis in Niedersachsen ein Geständnis ab und entschuldigte sich bei der Familie der Kinder.

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Die Amtsrichterin Astrid Salewski hatte zum Abschluss der mündlichen Verhandlung aber noch den ganz eigenen Verdacht, dass der Fund der Tasche im Wald kein Zufall war.

Wollte der Täter etwa erwischt werden?

Wie die „Neue Westfälische“ berichtet, sagte sie dem Angeklagten: „Irgendwie wollten Sie doch auch erwischt werden. So dumm kann man doch fast nicht sein: Erst wollen Sie eine Speicherkarte vertauscht und dann auf der Flucht eine Tasche, in der sich ebenfalls nur eine Speicherkarte befand, nicht vernünftig versteckt haben.“

Urtel noch nicht rechtskräftig

Der 57-Jährige widersprach nicht. Noch ist das Urteil zwar nicht rechtskräftig, der Verteidiger deutete aber an, das Urteil wohl anzunehmen. (db/dpa)

 
 

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