Gevelsberg

NRW: Mann schießt auf Polizisten! Beamter schwer verletzt, SEK jagt Täter – Innenminister Reul mit dringender Forderung

Ein Mann lieferte sich in NRW eine Schießerei mit der Polizei.
Ein Mann lieferte sich in NRW eine Schießerei mit der Polizei.
Foto: dpa

Gevelsberg. Was für eine Schreckensnacht in Gevelsberg (NRW)!

Nach zwei Schusswechseln zwischen der Polizei und einem 36-jährigen Mann hat es zwei Schwerverletzte gegeben. Zwischenzeitlich suchten auch ein Hubschrauber, Spürhunde und Spezialkräfte nach dem flüchtigen Schützen.

Vorausgegangen war den Schüssen die Kontrolle eines Autos am späten Dienstagabend. Nun ermittelt eine Mordkommission in der NRW-Stadt.

NRW: Schüsse nach Verkehrkontrolle

Eigentlich gilt das Städtchen im Ennepe-Ruhr-Kreis als ruhige Gegend, überschaubare 31.000 Einwohner gibt es hier im südlichen Ruhrgebiet. Doch die Idylle in NRW wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch jäh zerstört.

Gegen kurz vor Mitternacht kontrollierte eine Streife der Polizei in Gevelsberg einen Wagen auf der Mühlenstraße. Während der Kontrolle kam es dann zu dem heftigen Gewaltausbruch.

Polizist schwer verletzt

Wie die Polizeistelle aus NRW berichtete, sei es plötzlich zu einem Schusswechsel zwischen dem 36-jährigen Fahrer des Wagens und den Polizeibeamten vor Ort gekommen. Dabei wurde ein 28-jähriger Beamter schwer verletzt. Er schwebt jedoch nicht in Lebensgefahr.

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Daraufhin versuchte der Fahrer zu flüchten. Zunächst mit seinem Auto, anschließend auch zu Fuß. Die Polizei suchte mit einem Großaufgebot nach dem Mann. Hubschrauber, Spürhunde und Spezialkräfte waren im Einsatz. Es wurde eine lange Nacht.

Zweiter Schusswechsel am Mittwochmorgen

Erst am Mittwochmorgen gegen 4.15 Uhr, also mehr als vier Stunden nach den ersten Schüssen, konnte der 36-Jährige durch einen Polizeihund und Beamte des SEK gestellt werden. Doch erneut fielen Schüsse.

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Der 36-Jährige schoss erneut auf Polizeibeamte, die das Feuer erwiderten. Dabei wurde der Mann durch eine Kugel der Polizei schwer verletzt. Auch er soll sich nicht in Lebensgefahr befinden.

Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft in Hagen. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet und ermittelt zu den Hintergründen der Tat.

Reul: „Irgendwas ist verrutscht“

Am Nachmittag meldete sich auch NRW-Innenminister Herbert Reul zu Wort. Er wünschte dem verletzten Beamten gute Besserung. „Der Beruf des Polizisten ist lebensgefährlich, das gilt nicht nur für Spezialeinheiten, sondern für jeden, der auf der Straße seinen Dienst verrichtet. Umso wichtiger ist es, alles zu tun, um diese Männer und Frauen, die für die Sicherheit aller Bürgerinnen und Bürger dieses Risiko jeden Tag eingehen, bestens zu schützen“, so Reul.

Er zeigte sich schockiert, dass erst eine Woche nach tödlichen Schüssen auf einen 28-jährigen SEK-Beamten wieder ein Polizist im Dienst Opfer von Gewalt geworden ist. „Der Vorfall zeigt: Wir brauchen eine gesellschaftliche Debatte über Gewalt. Irgendwas ist verrutscht, dass Polizeibeamte inzwischen offenbar als vogelfrei gelten. Das fängt bereits bei kleinen Respektlosigkeiten im Alltag an und steigert sich dann zu solchen Angriffen wie heute Nacht in Gevelsberg“, so Reul. (dav)

 
 

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