NRW: Vater nimmt sexuelle Handlungen an eigenem Baby vor – und filmt sich dabei

In NRW wurde nun Anklage gegen einen Beschuldigten as dem gigantischen Missbrauchsskandal in Bergisch Gladbach erhoben. Ihm werden 79 Straftaten im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch vorgeworden. (Symbolbild)
In NRW wurde nun Anklage gegen einen Beschuldigten as dem gigantischen Missbrauchsskandal in Bergisch Gladbach erhoben. Ihm werden 79 Straftaten im Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch vorgeworden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Waldmüller

Bergisch Gladbach. Im Oktober 2019 stießen Ermittler in Bergisch Gladbach auf mehrere Fälle von Kindesmissbrauch. Das komplexe wie erschreckende Ausmaß, das sich im Zuge der Ermittlungen in NRW auftat, ist unbegreiflich. Etwa 1800 Personen sollen in Chatgruppen kinderpornografisches Material ausgetauscht, sich sogar zum Missbrauch von Kindern verabredet haben.

Es ist ein Missbrauchsskandal, der ähnlich wie der Fall Lügde die Öffentlichkeit in einen Modus zwischen Schockstarre und großer Wut versetzte. Seit Monaten wertet die einberufene Ermittlungsgruppe „Berg“ gigantische Datenmengen und Tausende Chatverläufe aus. Gegen einen Verdächtigen des Netzwerks ist nun vor dem Landgericht in Köln Anklage erhoben worden. Das, was dem Mann aus NRW vorgeworfen wird, macht einfach sprachlos.

NRW: Mann (43) soll sich an kleiner Tochter vergangen haben

Er ist nur einer von vielen, vermutlich Tausenden, die in einen der größten Missbrauchsfälle in NRW verwickelt sind. Da die Datenlage nur schwer zu überblicken ist, sammelt die Polizei weiter Beweise, wertet Chatverläufe aus, sichtet das verschickte Material. Eine belastende und mühsame Aufgabe.

Betrachtet man die Anklageschrift gegen den Mann, wird deutlich, wie groß der Schrecken sein muss, mit dem die Ermittler bei ihrer Arbeit konfrontiert sind, wie roh und ohne jedes Tabu offenbar mit kleinen Kindern umgegangen wurde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen aus dem sogenannten „Bergisch Gladbacher Missbrauchskomplex“ schweren sexuellen Missbrauch von Kindern, Herstellung und Verbreitung kinderpornographischer Schriften, Vergewaltigung und Verabredung zu einem Verbrechen in 79 Straftaten vor. Bei dem Großteil der Fälle soll sich der gelernte Koch und Hotelfachmann aus Bergisch Gladbach an seiner eigenen Tochter vergangenen haben.

Verabredungen in Online-Chat

Die Übergriffe sollen demnach begonnen haben, als das 2017 geborene Mädchen drei Monate alt war. Bis zur Festnahme des Mannes sei es in 61 zu verschiedenen sexuellen Handlungen gekommen, unter anderem das Einführen von Findern sowie Oralverkehr. Seine Handlungen soll der Mann dann auch noch gefilmt, fotografiert sowie über Messenger-Dienste an Gleichgesinnte verschickt haben.

Dabei diente der Chat nicht nur zur Verbreitung der Kinderpornos, sondern auch zur Verabredung mit weiteren Männern. Gemeinsam mit einem Chatpartner aus Kamp-Lintfort kam es den Schilderungen der Staatsanwaltschaft zufolge zum sexuellen Missbrauch der beiden Kinder des Mannes, seiner Nichte sowie der Tochter des Angeklagten in mehreren Fällen.

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Über das Internet soll der 42-Jährige zudem mindestens zwei Kinder zu sexuellen Handlungen vor einer Kamera überredet haben und kinderpornografisches Material ohne Bezug zu seiner Tochter verbreitet haben.

Angeklagter schwiegt bislang

Bislang, so die Staatsanwaltschaft, schweigt der Mann zu den Vorwürfen. Ermittlern zufolge soll er jedoch dabei geholfen haben, seine Chatpartner zu identifizieren. Gegen sie wird ein gesondertes Verfahren geführt.

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Wird der Mann schuldig gesprochen drohen ihm zwischen zwei und 15 Jahren Freiheitsstrafe. Ob er selbst nach Verbüßen seiner Haftstrafe wieder entlassen wird, steht jedoch nicht fest. So steht auch eine mögliche Sicherheitsverwahrung des mutmaßlichen Kindervergewaltigers im Raum. Diese ist grundsätzlich unbefristet und wird angeordnet, wenn vom Straftäter eine besondere Gefahr ausgeht. (dav)

 
 

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