NRW: Mann erwürgt schwangere Freundin – was er dann mit der Leiche macht, ist unglaublich

Der Angeklagte Christian R. verbirgt sein Gesicht vor den Fotografen. Vor ihm  Verteidiger Mathias Bradler.
Der Angeklagte Christian R. verbirgt sein Gesicht vor den Fotografen. Vor ihm Verteidiger Mathias Bradler.
Foto: Metin Gülmen/DER WESTEN

„Ich hatte genug Zeit, um selbst darüber nachzudenken. Ich habe keine Erklärung für meine Tat.“

Christian R. (40) steht seit Donnerstag wegen Totschlags vor dem Landgericht in Mönchengladbach (NRW). Er soll seine schwangere Freundin (26) im Streit erwürgt haben. Zum Prozessauftakt hat er die Tat gestanden – vollumfänglich! Doch zu Beginn eine Überraschung. Der Verteidiger stellt den Antrag, die Verhandlung nicht-öffentlich fortzusetzen, weil der persönliche Lebensbereich seines Mandanten betroffen sein könnte. Antrag abgelehnt!

NRW: Mann erwürgt schwangere Freundin im Streit

Das Paar hatte sich 2017 kennengelernt, man sei von Anfang an sehr offen miteinander gewesen, so R. Er habe deshalb schon früh gewusst, dass seine Freundin auch als Prostitutierte gearbeitet hat. R.: „Wir waren beide eifersüchtig, haben uns oft wegen Banalitäten gestritten. Dann ist es auch heftig zugegangen, wir haben uns beschimpft.“

Am 2. März, dem Tag der Tat, hätte das Paar die Schwester der 26-Jährigen im Krankenhaus besucht. Zum Abschied habe R. sie dann umarmt – der Grund, warum es dann zuhause wieder gekracht hat. R.: „[Sie] hat mir unterstellt, dass ich mit ihrer Schwester schlafen will. Dabei war es eine ganz normale Umarmung, ich weiß nicht, wie sie darauf gekommen ist. Sie sagte mir dann, ich solle mich verpissen.“

Der Streit eskaliert, zwischendurch ist Christian R. ins Schlafzimmer gegangen, in der Hoffnung, die Situation würde sich beruhigen. „Doch die Beschimpfungen sind weitergegangen, ich konnte nicht schlafen.“ Er sei zurück ins Wohnzimmer gegangen, habe sich neben das Opfer gesetzt. Sie habe ihn dann mehrmals gegen den Oberschenkel getreten, ihm gedroht, sie würde dafür sorgen, dass er seine Tochter nicht wiedersehen würde. Der Angeklagte: „Ich weinte und habe ihr nur gesagt: 'Hör auf, hör auf.' Aber sie machte immer weiter.“

------------------------

Der Unterschied zwischen Mord und Totschlag:

  • Totschlag ist laut deutschem Strafrecht die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die NICHT die Merkmale für Mord erfüllen
  • Mordmerkmale: Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier, Heimtücke, Grausamkeit, Einsatz eines gemeingefährlichen Mittels, Ermöglichungsabsicht (um Straftaten begehen zu können), Verdeckungsabsicht (um Straftaten zu verdecken)
  • Freiheitsstrafe bei Totschlag: 5-15 Jahre
  • Freiheitsstrafe bei Mord: bei Feststellung der besonderen Schwere der Schuld lebenslänglich, bei verminderter Schuldfähigkeit oder Kronzeugenregelung weniger

------------------------

„Ich wollte sie nicht umbringen“

Er habe keinen anderen Weg mehr gesehen, ihr mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen, sich dann auf sie gesetzt und gewürgt. Wie lange, weiß er nicht, er habe sie dabei nicht angeguckt. R.: „Vielleicht ein oder zwei Minuten. Ich wollte sie nicht umbringen. Als ich dann auf sie runterblickte, habe ich sofort aufgehört.“ Doch es war zu spät, die 26-Jährige starb.

------------------------

Weitere Top-Themen:

++ Euro: Diese 2-Euro-Münze ist sehr wertvoll – hast du sie auch im Portemonnaie? ++

++ Frankreich: Anschläge in Nizza und Avignon – Emmanuel Macron verurteilt „islamistischen Terroranschlag“ ++

++ Queen Elizabeth II.: Jetzt kommt raus! Ausgerechnet SIE ließ die Königin links liegen ++

------------------------

Anstatt sofort Krankenwagen oder Polizei zu verständigen, habe er zunächst ihren Puls gefühlt, sich dann neben ihr auf die Couch gelegt. „Ich habe sie noch an der Wange geküsst, wusste nicht, was ich machen sollte.“ Erst nach längerer Zeit habe er sich um die Leichte gekümmert, hat den Kopf in eine Decke gewickelt und sie dann unter dem Bett verstaut. Christian R.: „Ich habe ihren Whatsapp-Status geändert und 'Brauche meine Ruhe' geschrieben, damit sie niemand kontaktiert. Nach zwei Tagen fing es an, in der Wohnung zu riechen. Beißend, süßlich. Ich habe den Geruch noch immer in der Nase.“

Leiche hat tagelang unter dem eigenen Bett gelegen

Daraufhin hat er die Leiche in Müllsäcke gepackt und zugeklebt. Zwischenzeitlich hat sich die Schwester der Toten gemeldet, sie mache sich Sorgen um ihre Schwester. Christian R.: „Ich hatte ihr gesagt, dass wir uns getrennt haben und sie jetzt bei einer Freundin wäre. Ihre Schwester wollte eine Vermisstenanzeige stellen, ich habe sie darin bestärkt und gesagt, dass ich das auch zusätzlich machen kann.“

------------------------

Mehr News aus NRW:

++ Corona in NRW: Minister Joachim Stamp gibt Familien DIESES Versprechen ++

++ Corona in NRW: Virologe mit deutlicher Ansage – „Man sollte nicht da ansetzen, wo es keine Gefährdung gibt“ ++

------------------------

Erst nach drei weiteren Tagen („Der Geruch ist immer schlimmer geworden“) hat er die Leiche zu einem Bachlauf in Grevenbroich gebracht, sie dort abgelegt. Erst nach Wochen hat er sich dann der Polizei gestellt, die Beamten dann zur Leiche geführt. Christian R. weint vor Gericht, sagt: „Ich wüsste auch gern, warum es zur Tat kam.“

Für den Prozess sind sechs Tage angesetzt, am 18. November geht es weiter. Ihm drohen bei einer Verurteilung zehn Jahre Haft.

 
 

EURE FAVORITEN