NRW: Macht sich brutale Gang bald auch in Deutschland breit? „Wollen MS-13 verbreiten“

Mitglieder der Mara Salvatrucha posieren vor der Kamera. Die Bande gilt als aggressivste Gang in ganz Mittel- und Südamerika. Kommen die Gangster bald auch nach NRW?
Mitglieder der Mara Salvatrucha posieren vor der Kamera. Die Bande gilt als aggressivste Gang in ganz Mittel- und Südamerika. Kommen die Gangster bald auch nach NRW?
Foto: Privat

Kommt die wohl brutalste Gang der Welt nach Deutschland, vielleicht sogar nach NRW?

Sie morden bestialisch, vergewaltigen, haben die Drogenszene in der Hand – die Macheten-Gangster von „Mara Salvatrucha“ aus El Salvador, auch MS-13 genannt.

Die Regierung des mittelamerikanischen Landes hat der Gang den Krieg erklärt, in den vergangen Monaten Hunderte Mitglieder und Banden-Bosse in den Knast gesteckt. Sogar US-Präsident Donald Trump (74) hat die Brutalo-Bande im Blick und sie „gewalttätige Tiere“ genannt, die versuchen würden, illegal die US-Grenze zu überqueren, um ihre Machenschaften in den Vereinigten Staaten fortzusetzen. Haben die Gangster jetzt auch NRW ins Auge gefasst?

Gefahr für NRW? Brutale Bande bereits in Europa

Auch Europa gilt als ausgemachtes Ziel der Bandenmitglieder, in Spanien ist die Gruppe längst im Fadenkreuz der Ermittler. Besonders brutal geht „Mara Salvatrucha“ in Italien vor: In Mailand haben vier Mitglieder von MS-13 im Juni 2018 einen Jugendlichen niedergestochen und fast zu Tode geprügelt.

Seine rechte Lunge ist zerschnitten und zerquetscht worden, nur eine Not-OP konnte ihn noch retten. Der Grund für die unfassbare Brutalität: Der Teenager soll das falsche Mädchen angesprochen haben...

Hunde als Drogenkuriere und brutale Morde in Italien

Besonders grausam sind MS-13-Mitglieder 2015 vorgegangen, als sie zwei Schaffner mit Macheten angegriffen hatten, einem von ihnen fast den Arm abschlugen. 2016 ist in Italien ein junger Albaner nach einem Streit mit anderen MS-13-Mitgliedern brutal getötet worden.

Ermittlern zufolge soll „Mara Salvatrucha“ noch immer Hunde als Drogenkuriere missbrauchen: Den Vierbeinern werden in Mexiko Kokain-Päckchen in den Körper gestopft, dann fliegen sie nach Europa, wo ihnen nach der Ankunft in Italien die Bäuche aufgeschlitzt werden.

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Das ist die „Mara Salvatrucha“:

  • die Bande wird auch MS-13 oder nur Mara genannt
  • der Name setzt sich aus „Mara“ (deutsch: Bande, Gang), „Salva“ (deutsch: Salvadorianer) und „trucha“ (deutsch: wachsam) zusammen
  • als erstes Land der Ursprungsmitglieder gilt El Salvador
  • sie agieren hauptsächlich in Mittel- und Südamerika, sind aber bereits in den USA, Spanien und Italien aktiv
  • ihre Mitgliederzahl wird auf rund 100.000 geschätzt
  • die Gang verdient ihr Geld mit Menschen-, Waffen- und Drogenhandel, Prostitution, Autoschieberei, Diebstahl und Erpressung
  • US-Präsident Donald Trump nennt sie „gewalttätige Tiere“

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„Mara Salvatrucha“ auch Gefahr für NRW und Deutschland?

Spanien, Italien – und womöglich bald auch in Deutschland? Nicht undenkbar, denn: Inzwischen befinden sich MS-13-Mitglieder nahe der Schweizer Grenze. 2017 wurde der hochrangige MS-13-Boss Luis Hernandez in Bregnano bei Como (Grenzgebiet zur Schweiz) gefasst. Er wurde mit internationalem Haftbefehl von Interpol gesucht, hatte sich nahe der Schweiz verstecken wollen.

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Marlon Carranza, Experte und Forscher an der Universität Leipzig, hat bereits in der italienischen Zeitung „Il Giornale“ gewarnt: „Die Anwesenheit von Luis Hernandez bei Como könnte bedeuten, dass sich MS-13 zunehmend in Europa niederlassen will.“

„Wollen MS-13 in Deutschland verbreiten!“

Ein Berlin-Ableger der MS-13 hat auf der Internetseite angekündigt: „Wir wollen MS-13 in Deutschland verbreiten! Wir wollen die größte Gang der Welt werden! Es wird kein Traum bleiben.“ Alles nur heiße Luft oder kommt die brutale Bande von Italien aus über die Schweiz nach Deutschland?

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Auf DER WESTEN-Anfrage teilt das NRW-Innenministerium mit, dass man noch keinerlei Informationen zu „Mara Salvatrucha“ oder Straftaten der Gang in NRW habe. Anders sieht es dagegen beim Bundesinnenministerium in Berlin aus.

Innenministerium zu DER WESTEN: „Berichte über 'Mara Salvatrucha' bekannt“

Ein Sprecher zu DER WESTEN: „Dem Bundesinnenministerium sind Berichte in den Medien über die 'Mara Salvatrucha' bekannt. Das Bundeskriminalamt befindet sich auch in Bezug auf kriminelle Gruppierungen aus latein- und mittelamerikanischen Staaten in einem engen Informationsaustausch mit den Partnern internationaler Sicherheitsbehörden.“

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Und weiter: „Bei der Bekämpfung der Schweren und Organisierten Kriminalität in Deutschland ist die Gruppierung bislang nicht von besonderer Bedeutung.“

Noch ist die Gang also nicht auffällig in Deutschland geworden. Bleibt zu hoffen, dass es so bleibt...

 
 

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