NRW: Jahrelang soll ein Mann Geldtransporter überfallen haben – jetzt lief er der Polizei in die Falle

Polizisten und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma stehen neben einem Geldtransporter am Köln/Bonner Flughafen, nachdem dieser überfallen worden und mindestens ein Schuss gefallen ist. (Archivbild aus 2019)
Polizisten und Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma stehen neben einem Geldtransporter am Köln/Bonner Flughafen, nachdem dieser überfallen worden und mindestens ein Schuss gefallen ist. (Archivbild aus 2019)
Foto: dpa

Nach drei bewaffneten Überfällen auf Geldtransporter in NRW und Hessen in den Jahren 2018 und 2019 ist ein Mann aus Deutschland nun geschnappt worden.

Die niederländische Polizei hat am frühen Dienstagmorgen einen vom Amtsgericht Köln (NRW) erlassenen Europäischen Haftbefehl gegen einen 60 Jahre alten Deutschen vollstreckt.

Mann soll in NRW mehrere Geldtransporter überfallen haben

Der Mann ist dringend verdächtig, an den Überfällen in Köln-Godorf (24. März 2018), am Flughafen Köln/Bonn (6. März 2019) und in Frankfurt/Main (9. November 2019) beteiligt gewesen zu sein.

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Dem Beschuldigten wird insbesondere gemeinschaftlicher schwerer Raub in drei Fällen sowie in einem Fall ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zur Last gelegt, da er bei dem Geschehen am Flughafen Köln/Bonn ein Maschinengewehr zur Ausführung der Tat eingesetzt haben soll.

Zwei Geldboten durch Schüsse schwer verletzt

Bei dieser Tat und dem Überfall in Frankfurt/Main waren zwei Geldboten durch Schüsse schwer verletzt worden.

In allen drei Fällen waren die Täter mit in den Niederlanden gestohlenen und mit falschen Kennzeichen ausgestatteten Autos geflüchtet, hatten diese unweit des Tatortes angezündet und die Flucht mit einem bereitstehenden zweiten Fahrzeug fortgesetzt.

Maschinengewehr in ausgebranntem Wagen gefunden

Nach dem Raubüberfall am Flughafen Köln/Bonn war auch die Tatwaffe, ein Sturmgewehr der Marke AK47, in dem vollständig ausgebrannten Audi gefunden worden.

Dem aus dem Rheinland stammenden Beschuldigten, der in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat und nach dem europaweit gefahndet worden war, soll der Europäische Haftbefehl in den Niederlanden verkündet werden. Die Staatsanwaltschaft hat die anschließende Auslieferung des 60-Jährigen nach Deutschland bereits beantragt.

Ermittler waren auch verdeckt unterwegs

Nach Auswertung der Videoaufzeichnungen zur Tat am Flughafen Köln/Bonn und den daraufhin geführten, zum Teil verdeckt geführten Ermittlungen war es Kölner Ermittlern gelungen, einen Fluchtwagen zu identifizieren, mit dem die Täter nach einem der Überfälle in die Niederlande geflüchtet waren. Dieses Fahrzeug konnte zwischenzeitlich sichergestellt werden.

Gelegentlich in den Medien geäußerte Vermutungen, wonach Mitglieder der ehemaligen Rote Armee Fraktion an den Taten beteiligt gewesen sein könnten, haben sich in den Ermittlungen nicht bestätigt. (fb)

 
 

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