NRW: Kult-Puff steht wegen Corona vor Insolvenz – Inhaber hat irre Idee

Dem "Pascha" in Köln droht das Aus.
Dem "Pascha" in Köln droht das Aus.
Foto: dpa

Einem der bekanntesten Bordelle in NRW droht das Aus. Das „Pascha“ in Köln darf wegen der Corona-Krise aktuell keine Dienstleistungen erbringen. Die Freier bleiben aus, die Einnahmen auch.

Wie der Inhaber jetzt dem „Express“ verriet, steht Europas größtes Bordell vor der Insolvenz.

100 Prostituierte arbeiten normalerweise im „Pascha“. Dort haben sie Zimmer gemietet, um Freier in Empfang zu nehmen. Durch die Corona-Krise ist das derzeit nicht erlaubt. Die Kosten laufen trotzdem weiter, geschätzt. 250.000 Euro.

NRW: Kult-Puff droht die Insolvenz

Geschäftsführer Armin Lobscheid (64) arbeitet an einer Rettung des Bordells: „Das alles ist extrem kompliziert. Fakt ist, dass wir die finanziellen Belastungen nicht noch weitere Monate tragen können. Wenn keine staatlichen Hilfen fließen, werden wir Insolvenz anmelden.“

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Beschäftigt sind die Prostituierten laut „Pascha“-Boss dennoch: „Viele Frauen haben die Handynummern ihrer Stammfreier. Sie treffen sich dann in den Wohnungen der Zuhälter. Oder die Frauen kommen bei ihrem Freier zu Hause unter. Dann wird es vermutlich Sex gegen Wohnen geben.“

Nach der Schließung hätten sich etliche Freier beim Bordell gemeldet, um nach den Kontaktdaten der Frauen zu fragen. „ Ich habe daher allen Mitarbeitern untersagt, entsprechende Kontakte herzustellen“, erklärt der Geschäftsführer dem „Express“.

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Lobscheid will Altmaier die Schlüssel vom Pascha schicken

Der Pascha-Boss rechnet damit, dass alle Bordelle bis Dezember dicht bleiben. „Das Problem ist, dass uns keine Stelle sagen kann, wann wir wieder verlässlich öffnen dürfen. Dann könnten wir uns darauf einstellen, planen und staatliche Hilfen beantragen. Aber wenn es wie jetzt weiterläuft, werde ich unserem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die Schlüssel vom Pascha schicken und ihn wissen lassen, dass ich Schluss mache“, sagt Lobscheid dem „Express“. (jg)

 
 

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