NRW: Vier Männer wegen Kinderporno-Funden festgenommen – was ein Verdächtiger getan haben soll, ist besonders schockierend

In NRW sind vier Männer festgenommen worden. Einem wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.
In NRW sind vier Männer festgenommen worden. Einem wird schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.
Foto: dpa

Droht NRW ein zweiter Fall Lügde?

In dem Kinderpornografie-Fall in Bergisch-Gladbach (NRW) sind jetzt neue, schlimme Details ans Licht gekommen. Einer von vier festgenommenen Männern soll Kinder in seiner Wohnung missbraucht und die Taten gefilmt haben.

NRW: Männer tauschen Kinderporno-Material aus

Dem Mann aus Bergisch-Gladbach (NRW) kamen die Ermittler nach einem Kinderporno-Verfahren in Kassel auf die Spur. „Aus diesem Verfahren heraus haben sich über Verwendung eines Nicknames Hinweise auf einen Beschuldigten ergeben, der in Bergisch-Gladbach wohnhaft ist“, so Ulrich Bremer von der Staatsanwaltschaft Köln.

Die Polizei erhielt am 12. September einen Durchsuchungsbeschluss bei dem Mann. Sie stellten dann fest, dass der Tatverdächtige mit seiner Ehefrau und seiner Tochter im Urlaub war. Am 21. Oktober klickten daher erst die Handschellen.

Bei dem Verdächtigen stellten die Ermittler mehr als drei Terabyte Daten sicher. „Die Polizei hat festgestellt, dass es nicht nur um den Besitz von kinderpornografischem Material geht, sondern dass sich aus der Auswertung der Datenträger auch konkrete Hinweise darauf ergeben, dass der Verdächtige selber Täter eines schweren sexuellen Missbrauchs zum Nachteil eines Kindes ist“, so Klaus-Stephan Becker, Leiter Direktion Kriminalistik bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

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Vier Tatverdächtige festgenommen

Bei der weiteren Auswertung ergaben sich Hinweise auf drei weitere Täter von sexuellen Missbräuchen: in Wesel, Langenfeld und Wiesbaden. Dort wurden weitere Männer festgenommen. Der letzte am gestrigen Mittwoch in Langenfeld. Die Verdächtigen hatten das kinderpornografische Material laut Ermittlern über Chatgruppen ausgetauscht.

„Wir haben aktuell keine Hinweise, dass es weitere Täter gibt, können es bei der schieren Datengröße nicht ausschließen“. Dazu sollen die Datenträger, USB-Sticks und Handys nun ausgewertet werden.

Eines der Opfer war noch nicht mal ein Jahr alt

Die Opfer seien zwischen unter einem Jahr und bis zehn Jahren alt. Es handelt sich um sechs Kinder. Sie sollen in der Regel Kinder beziehungsweise Stiefkinder der Tatverdächtigen sein.

Das Polizeipräsidium Köln hat den Fall jetzt übernommen. (ms)

 
 

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