NRW: Junger Mann hat plötzlich Hakenkreuz-Wunde – dann kommt DAS heraus

NRW: Ein Mann hatte plötzlich eine Hakenkreuz-Wunde, dann kam es zu einer Wende in dem Fall. (Symbolbild)
NRW: Ein Mann hatte plötzlich eine Hakenkreuz-Wunde, dann kam es zu einer Wende in dem Fall. (Symbolbild)
Foto: imago images / Noah Wedel

NRW. Ein 19-Jähriger meldete sich vergangene Woche bei der Polizei in Bielefeld (NRW), weil er unter anderem eine Hakenkreuz-Schnittwunde hatte. Dazu gab er an, von einer Gruppe Rechter angegriffen worden zu sein.

Der Staatsschutz nahm die Ermittlungen auf. Doch dann hat sich DAS herausgestellt.

NRW: Junger Mann kommt plötzlich mit Hakenkreuz-Wunde zur Polizei

Der junge Mann soll am Mittwochabend um 19.25 Uhr in Brackwede, im Bereich Niemöllershof (NRW) von einer rechten Gruppe überfallen und verletzt worden sein. Gegenüber der Polizei beschrieb der iranische Staatsbürger den Angriff so:

Er sei beim Joggen von vier bis fünf Männern überfallen worden. Die Männer, welche durch Nazi-Symbole der rechten Szenen zuzuordnen gewesen seien, hätten ihm unter anderem eine Schnittwunde in Form eines Hakenkreuzes auf der Haut zugefügt. Seine oberflächlichen Verletzungen wurden dann im Krankenhaus behandelt.

+++ Hartz 4 in NRW: Schüler sitzt mitten im Unterricht – plötzlich schlägt das Jobcenter zu +++

Schließlich gab der 19-Jährige eine umfassende Täterbeschreibung ab. Er beschrieb die Männer als deutschsprachig, ohne Bart, circa 1,80 Meter groß, schlank und athletisch. Alle Personen hätten Mützen oder Kappen und Masken getragen. Die Maske eines Mannes soll mit einem „adidas“-Logo bedruckt gewesen sein. Ein anderer soll einen dunkelroten Pullover getragen haben, wie die Polizei in einer Polizeimeldung mitteilte.

Staatsschutz nimmt Ermittlungen auf

Daraufhin leitete die Polizei umgehend eine groß angelegte Fahndung ein, die jedoch ohne Erfolg verlief. Weiter konnte der Melder, an den sich das Opfer vor Ort gewandt hatte, konnte weiteren Auskünfte zu der beschriebenen Tat geben. Auch die Tatortaufnahme sowie die Absuche am Tatort mit einem Polizeihund lieferten keine weiteren relevanten Erkenntnisse zu der angezeigten Tat.

Außerdem nahm der Staatsschutz die Ermittlungen in alle Richtungen auf. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Verletzungen durch eine politisch motivierte Tat oder auf anderem Wege entstanden sind. Eine Rechtsmedizinerin untersuchte deshalb die Verletzungen des 19-Jährigen. Eine erste Einschätzung ergab, dass die Verletzungen nicht vollständig mit den Angaben des Mannes übereinstimmen. Die Ermittlungen dazu dauern an.

------------------------------

Mehr News aus NRW:

A3: Betonplatte stürzt auf Fahrbahn, Frau stirbt – Wie konnte es zu dem Unglück kommen?

Köln: Mann greift Opfer in Flüchtlingsunterkunft mit Brett an – Lebensgefahr!

Flughafen Düsseldorf: Eurowings-Passagiere müssen jetzt DAS vor dem Check-in tun

------------------------------

Unerwartete Wende im Fall

Gegenüber der Polizei hatte der Mann zunächst auch teils voneinander abweichende Angaben gemacht. In sozialen Netzwerken machte er den Vorfall schließlich öffentlich bekannt und erhob dabei Vorwürfe der Nötigung gegen die Polizei, welche daraufhin zur weiteren Bewertung an die Staatsanwaltschaft übermittelt wurden.

Die Polizei bat mögliche Zeugen schließlich um Hinweise. Verdächtige Beobachtungen im Bereich Niemöllershof in Brackwede, die im Zusammenhang mit dem mutmaßlich rechtsextremistischen Übergriff sollten beim Staatsschutz gemeldet werden. Doch am Freitag erschien der 19-Jährige plötzlich unaufgefordert in Begleitung seiner Familie und eines Bekannten bei der Polizei.

------------------------------

Das ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW):

  • ist das bevölkerungsreichste Bundesland mit 17.947.221 Einwohnern (Stand: Dezember 2019)
  • Landeshauptstadt: Düsseldorf
  • größte Stadt: Köln
  • seit 1949 ein Bundesland der Bundesrepublik Deutschland
  • Ministerpräsident ist Armin Laschet (CDU), Regierungsparteien sind CDU und FDP

------------------------------

In einer Vernehmung stellte sich heraus, dass der beschriebene Angriff auf ihn nicht stattgefunden und er sich im Bereich Niemöllershof die Verletzungen mit einem Messer selbst zugefügt habe. Ein Passant habe ihn dann dort angetroffen und einen Krankenwagen gerufen.

+++ A46: Heftiger Unfall mit mehreren Verletzten – Feuerwehr muss Frau befreien +++

Die vorgetäuschte Tat erklärte er damit, dass er durch die anschließende öffentliche Bekanntmachung Aufmerksamkeit erregen haben wolle. Die Polizei leitete daraufhin ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat ein. (nk)

 
 

EURE FAVORITEN