Düsseldorf

NRW: Salafistenprediger Sven Lau kommt vorzeitig frei – das ist der Grund

Sven Lau am 25. April 2017 in Düsseldorf vor Prozessbeginn im Gerichtssaal.
Sven Lau am 25. April 2017 in Düsseldorf vor Prozessbeginn im Gerichtssaal.
Foto: Federico Gambarini / dpa

Düsseldorf. Der ehemalige Salafistenprediger Sven Lau kommt vorzeitig frei. Der zuständige Senat in Düsseldorf gehe davon aus, dass Sven Lau keine Straftaten mehr begehe, sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts (OLG) in Düsseldorf am Donnerstag.

Die Reststrafe wird zur Bewährung ausgesetzt.

Düsseldorf: Ehemaliger Salafistenprediger Sven Lau kommt vorzeitig frei

Lau war im Juli 2017 als Terrorhelfer zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Nach Gerichtsangaben hat er davon inklusive der Untersuchungshaft zwei Drittel verbüßt. Der Generalbundesanwalt habe auf Rechtsmittel verzichtet. Zuvor hatte die Rheinische Post über die Freilassung berichtet.

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Lau war vom OLG wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen worden. Er habe die islamistische Miliz Jamwa unterstützt und dabei etwa in Syrien Islamisten als Kämpfer für den Dschihad vermittelt, befanden die Richter damals.

OLG: „Deutlich von radikal-islamischer Haltung distanziert“

Das Oberlandesgericht hat nach eigenen Angaben vor seiner Entscheidung über die Haftentlassung unter anderem Stellungnahmen der JVA, sowie des Aussteigerprogramms für Islamisten eingeholt.

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Demnach sei davon auszugehen, dass „Sven Lau nach der mehrjährigen Haft künftig keine Straftaten mehr begehen wird. Von seiner ursprünglichen radikal-islamischen Haltung hat er sich deutlich distanziert.“

In der fünfjährigen Bewährungszeit muss Sven Lau jetzt strenge Auflagen erfüllen. „Diese Auflagen reichen von der Bestimmung des Wohnsitzes über Kontakt- und Aufenthaltsverbote über die Fortführung seiner Teilnahme an dem bereits begonnenen Aussteigerprogramm für Islamisten bis hin zur engen Kontakthaltung zu seinem Bewährungshelfer“, teilte das Gericht mit. (dpa/lin)

 
 

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