Düsseldorf

NRW-Integrationsminister Stamp: „Probleme mit marodierenden Männern aus Nordafrika“

NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp.
NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp.
Foto: dpa

Düsseldorf. NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp will härter gegen kriminelle Einwanderer aus Nordafrika vorgehen. Das sagte er in einem Interview mit der Welt.

„Diejenigen, die gut integriert sind, müssen bleiben dürfen, und die anderen, die ausreisepflichtig und Integrationsverweigerer sind, konsequenter abgeschoben werden“, so Stamp.

Flüchtlingspolitik ist eines der "Megathemen"

Die Flüchtlingspolitik werde in den kommenden Jahren eines der „Megathemen“ sein. Die EU müsse dringend Afrika ganz oben auf die Prioritätenliste setzen. "Wenn wir in Afrika nicht rasch neue Perspektiven schaffen, kann es sein, dass wir hier in den nächsten zehn Jahren regelrecht überrannt werden", so Stamp gegenüber der Welt.

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Es gebe in NRW durchaus Probleme mit einer "spezifischen Gruppe marodierender Männer" aus Nordafrika, glaubt Stamp.

"Marodierende Männer, die sich hier nicht an Regeln halten"

Die Flüchtlingsverfahren seien in der Vergangenheit zu unsystematisch verlaufen, so der Minister weiter. Es müsse deutlich schneller Entscheidungen geben, „damit es bei denen, die zurückmüssen, nicht zur Teilintegration kommt und die Menschen dann wieder aus ihrem Lebensumfeld gerissen werden.“

Von einer NRW-Obergrenze für Flüchtlinge hält Stamp indes nichts: "Ich halte aber nichts davon, sie an einer konkreten Zahl festzumachen. Es gibt in der Bevölkerung nach wie vor große Aufnahmebereitschaft gerade gegenüber bedrohten Familien, aber keine Akzeptanz für allein reisende, marodierende Männer, die sich hier nicht an die Regeln halten."

 
 

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