NRW: Hof-Laden zeigt mit DIESEM Foto, wie absurd die Bon-Pflicht ist

NRW: Das neue Bon-Gesetz sorgt für deutlich mehr Müll. (Symbolbild)
NRW: Das neue Bon-Gesetz sorgt für deutlich mehr Müll. (Symbolbild)
Foto: FUNKE Foto Services

NRW. Seit dem 1. Januar gilt die Bon-Pflicht für Geschäfte im Einzelhandel. Damit ist der Verkäufer jetzt dazu verpflichtet, den Kassenbon auszudrucken, egal ob der Kunde diesen will oder nicht.

Darüber regen sich hierzulande viele Betriebe auf, auch in NRW. Sie sammeln die ausgedruckten Bons vor allem, um zu zeigen, wie viel Müll dadurch entsteht.

NRW: Betrieb zeigt, wie viel Müll durch Bons entsteht

Ein Obsthof aus dem Siebengebirge (NRW) hat die Kassenbons der vergangenen 13 Tage gesammelt, die seine Kunden nicht mitgenommen haben. Anschließend hat der Hof-Laden diese in einem Gang seines Geschäfts ausgelegt - und die Aktion schließlich auf Facebook veröffentlicht.

Ein Foto zeigt: Die Kassenbons ziehen sich tatsächlich bis an das Ende des Ganges - eine meterlange Spur aus unzähligen Zetteln. So will der Obsthof aufzeigen, wie absurd es ist, jeden Kassenbon ausdrucken zu müssen.

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Die Stimmen zu der Aktion sind durchaus verschieden. So kommentieren Nutzer zum Beispiel:

  • „Wenn man auf Verpackung des Obst und Gemüse verzichten würde, dürfte man sich auch sicher über die Bon-Flut ärgern... ich fände es toll, wenn man im Obsthof lose Waren kaufen könnte und zwar genau so viel, wie man wirklich benötigt.“
  • „So viel zum Thema Müll vermeiden. Der Wahnsinn.“
  • „Wie wär's mit Schriftgröße 0,01..., dann könnte der Bon auf Briefmarkengröße reduziert werden.“
  • „Das ist doch super, wir müssen die Umwelt doch fördern und haben noch zu viele Bäume rumstehen, die müssen weg.“
  • „Die Geschäfte laufen. Schön, dass man jetzt auch so gut sehen kann. Habt ich auch ein Bild von dem Haufen Verpackungen, die über den Tisch gegangen sind?“

Bon-Pflicht zunehmend in Kritik

Der Obsthof im Siebengebirge ist jedoch nicht der erste Betrieb, der gegen die neue Bon-Pflicht ist. Am Montag stellten Umweltaktivisten von Fridays For Future Sammelboxen in Geschäften in Bottrop auf, darunter Bäckereien, Cafés und Kioske. In diese sollen Kunden ihre nicht brauchbaren Bons einwerfen.

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Darum gehören Kassenbons nicht in den Papiermüll:

  • Häufig werden sie auf Thermopapier gedruckt, das mit der schädlichen Chemikalie Bisphenol A beschichtet ist
  • Werden solche Bons im Altpapier entsorgt, können sie über recycelte Papierprodukte wie Toilettenpapier in Umwelt gelangen
  • Bisphenol A kann sich gesundheitsschädlich auf Hormone von Menschen und Tier auswirken
  • Bisphenol A gilt als besonders besorgniserregend und ist seit 2020 zur Beschichtung von Thermopapier verboten, um menschliche Gesundheit zu schützen
  • Kassenbons (mit Bisphenol A-Beschichtung) gehören deshalb nur in den Restmüll

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Ziel des Ganzen: Nach einer Woche wollen die jungen Umweltaktivisten die Boxen dann zum Bundesumweltministerium nach Berlin schicken.

 
 

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