NRW: Menschen Gedenken an Hanau-Opfer – dann kommt es zum Eklat

In Mönchengladbach (NRW) gingen Menschen am Freitag auf die Straße, um den Opfern von Hanau zu gedenken. Dann passiert etwas Widerliches.
In Mönchengladbach (NRW) gingen Menschen am Freitag auf die Straße, um den Opfern von Hanau zu gedenken. Dann passiert etwas Widerliches.
Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mönchengladbach. In vielen NRW-Städten gedachten die Menschen am Freitag den Opfern von Hanau. Am 19. Februar 2020 erschoss Tobias R. (43) neun Menschen mit ausländischen Wurzeln. Anschließend tötete er mutmaßlich seine Mutter und sich selbst. Bei einer Gedenkveranstaltung in Mönchengladbach kam es zum Eklat.

In der NRW-Stadt trauerten die Menschen um die jungen Menschen aus Hanau, die ihr Leben lassen mussten. Tobias R. postete vor seiner Tat Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Statements im Internet.

NRW: Mann zeigt Hitlergruß

Während die 100 Menschen, die sich laut der Polizei NRW an die Corona-Regeln hielten, trauerten, stach ein Mann heraus. Der 27-Jähige stellte sich an den Rand der Traube und zeigte den Hitlergruß in Richtung der Teilnehmer!

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Der Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020:

  • Zehn Menschen, darunter neun Personen mit Migrationshintergrund, wurden am Abend des 19. Februar 2020 erschossen.
  • Die Tatorte waren zwei Shisha-Bars und ein Lokal im hessischen Hanau.
  • Zuletzt erschoss der Täter Tobias R. seine Mutter und sich selbst.
  • Der Täter hinterließ ein 24-seitiges Manifest, in dem er sein rassistisches und verschwörungstheoretisches Weltbild ausbreitete.

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Beamten schritten sofort ein. Der 27-Jährige leistete der Polizei NRW zufolge Wiederstand und wollte seine Personalien nicht aufnehmen lassen.

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Die Polizei NRW erteilte dem Mann aus Mönchengladbach einen Platzverweis und fertigte eine Strafanzeige an. (ldi)