NRW: Gruppenvergewaltigung! Fünf Männer sollen Frauen vergewaltigt haben – ein Detail sorgt besonders für Entsetzen

Gruppenvergewaltigung in NRW: 5 Männer angeklagt

Sie sollen Frauen mit K.O.-Tropfen betäubt und gemeinschaftlich vergewaltigt haben, so der Vorwurf gegen fünf Männer aus NRW.

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Neuss. Als Staatsanwalt Thorsten Althoff die Anklage verliest, herrscht Entsetzen im Gerichtssaal. Es sind abartige Vorwürfe, die fünf Männer (24 bis 29 Jahre) aus Wesel, Dinslaken, Moers und Krefeld vor dem Amtsgericht in Neuss (NRW) gemacht werden. Die Angeklagten sollen junge Frauen mit K.O.-Tropfen betäubt haben, sie anschließend geschlagen und stundenlang vergewaltigt haben.

NRW: Anklageschrift sorgt für Entsetzen

Als die Staatsanwaltschaft aus den Video-Aufnahmen, die die Angeklagten verfassten, zitiert, verlassen einige Zuschauer schockiert den Saal, bei anderen fließen Tränen. Die Männer machten die Frauen zum „Objekt ihrer und Erniedrigungsphantasien“, so der Staatsanwalt. „Ich schäme mich“, sagt die Mutter eines Angeklagten nach Verlassen des Gerichtssaals.

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Angeklagte mit perfider Masche

Die angeklagten Männer nannten sich „Jamal“, „Sammy“, „Momo“, „Memo“ oder „Bilal“. Ihre echte Identität wollten sie gegenüber den Frauen nicht preisgeben, da die meisten von ihnen Freundinnen hatten. Ihre Masche war laut Anklage immer ähnlich. „Die Opfer waren den Angeklagten nicht gänzlich unbekannt. Sie hatten sie unter anderem in einer Disko in Düsseldorf kennengelernt“, erklärt Gerichtssprecher Alexander Lembke.

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Laut Staatsanwaltschaft soll es zu zwei Vergewaltigungen und einer versuchten Vergewaltigung gekommen sein. Auch wird einem Angeklagten gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Die vorgeworfenen Taten

  • Mehmet Y. (24) und Amro L. (25) sollen sich am 15. Februar in der Wohnung einer der Angeklagten mit zwei jungen Frauen getroffen haben. Sie sollen einer Frau K.O-Tropfen ins Glas mit Wodka Energy gemischt haben. Während die andere Frau vom Angeklagten Taycan A. (25), der als einziger auf freiem Fuß ist, nach Hause gebracht wurde, kam Achmed D. (25) nach einem Anruf der beiden anderen Männer hinzu. Gemeinsam soll das Trio die wehrlose Frau stundenlang vergewaltigt und erniedrigt haben. Sie konnte sich laut Anklageschrift aufgrund der Betäubung später an nichts mehr erinnern. Die Taten wurden von den Angeklagten gefilmt.
  • Die Angeklagten Achmed D. und Amro L. sollen am 2. März vor der Düsseldorfer Disko „Smileys“ zwei minderjährige Mädchen kennengelernt haben, die sich als erwachsen ausgaben. Die Männer überzeugten sie demnach mit ihnen in die Wohnung nach Krefeld zu kommen. Hier soll gemeinsam Flaschendrehen gespielt worden sein, ehe ein Mädchen freiwillig Sex mit einem Angeklagten hatte. Eine andere Zeugin war von den untergemischten K.O-Tropfen laut Staatsanwaltschaft bewusstlos, sodass es in diesem Fall beim Versuch einer Vergewaltigung blieb. Die Angeklagten sollen stattdessen die Frau durch die Wohnung geschleift oder ihr Flaschen auf den Kopf gestellt haben.
  • Nidal E. (29) hatte im Club „Smiley“ eine junge Frau kennengelernt. Man einigte sich darauf, sich zum Sex zu treffen. Doch statt allein erschien er mit Achmed D., es ging in die Wohnung von Amro L. Hier sollen die Männer die junge Frau vergewaltigt haben. Besonders schlimm: Achmed D. soll die junge Frau geschlagen haben und mit einem Besenstiel sowie einer Wodka-Flasche vergewaltigt haben. Nidal E. soll ihr laut Anklage gegen den Willen der Frau noch eine entladene Gaspistole in den Mund gesteckt haben, um ein „geiles Foto zu machen.“ Nach den Taten sollen sich die Angeklagten selbst als „Schweine“ und „krank“ bezeichnet haben.
  • Ebenfalls angeklagt ist Amro L., weil er bei einer Halloween-Party in Moers nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einem unbekannten Mittäter drei Männer aufgelauert haben und sie mit einem Messer, Flaschen und Fäusten angegriffen haben soll.

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Angeklagter: „Es war eine positive Stimmung“

Als sich der Angeklagte Nidal E. (29) zur Sache äußert und die Ereignisse der Nacht des 20. März 2019 rekapituliert, weist er den Vorwurf zurück, gegen den Willen der betroffenen Frau gehandelt zu haben. Er habe von ihr nie deutliche Signale erhalten, dass sie irgendetwas dagegen hätte, was in dieser Nacht geschah, so Nidal E.. Allerdings entschuldigt er sich für einzelne Videos, die er ohne vorherige Absprache aufgezeichnet hatte. „Das war ein Fehler“.

Im Auto soll sie ihm erzählt haben, dass sie gemeinsam mit einer Freundin bereits Erfahrungen mit Gruppensex gemacht hätte. „Es war eine positive Stimmung“, fasst er den Abend zusammen. Zudem liegen dem Gericht auch Chat-Transskripte vor, denen zufolge sich die betroffene Frau am Tag nach der angeblichen Tat erneut mit Nidal E. zum Geschlechtsverkehr verabreden wollte.

Der Prozess wird nächste Woche fortgesetzt. Bei Verurteilung droht den Angeklagten bis zu 15 Jahren Haft. (mit at)

 
 

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