Wetter in NRW: Frühling-Temperaturen locken Menschenmassen nach draußen – Städte müssen Reißleine ziehen

Das sonnige und warme Wetter hat Hunderte Menschen an die frische Luft gelockt.
Das sonnige und warme Wetter hat Hunderte Menschen an die frische Luft gelockt.
Foto: Funke Foto Services

Endlich ein Hauch von Frühling - da wollten viele Menschen in NRW am Sonntag an die frische Luft und Sonne genießen.

Doch dabei haben sich viele Menschen nicht an die Corona-Verordnungen in NRW gehalten.

Frühlingswetter zieht Tausende Menschen in NRW ins Freie

Deswegen wollen einige Städte nun weitere Maßnahmen umsetzen.

An den Schön-Wetter-Hotspots am Rhein kam es dabei in Köln, Düsseldorf und Bonn am Sonntag auch mal zu größeren Ansammlungen und Einsätzen wegen missachteter Corona-Schutzregeln.

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In Dortmund rief die Polizei die Sonnenhungrigen auf, den Phönixsee zu meiden. Es gebe dort ein „massives Verkehrschaos“ und lange Staus. Die Zufahrtswege wurden schließlich gesperrt.

In Köln und Düsseldorf gab es zahlreiche Verstöße

In Köln sei „leider in vielen Fällen“ das Abstands- und Kontaktverbot und die Maskenpflicht nicht eingehalten worden, teilte die Stadt mit. Der Ordnungsdienst war demnach stadtweit im Einsatz, um Ansammlungen aufzulösen und Menschen aufzufordern, Masken anzulegen. Es habe zahlreiche Einsätze gegeben. Vor allem in Parks und am Rheinufer hätten sich „massiv Menschen angesammelt“ und ihre Autos oft falsch geparkt. In der Einsatzleitstelle seien fortgesetzt Meldungen eingegangen.

In Düsseldorf wurde die beliebte Freitreppe am Burgplatz am Sonntag wegen zu vieler Menschen gesperrt. „Die Leute haben sich aus unserer Sicht aber ziemlich vernünftig verhalten“, sagte ein Polizeisprecher.

Nur vereinzelt hätten sich Menschen nicht an die Corona-Schutzregeln gehalten. Der „Stimmungsaufheller Frischluft“ habe jedenfalls gewirkt. „Die Leute wollen einfach Sonne atmen und auf den Rhein gucken“, sagte der Sprecher. Das könne ihnen niemand verdenken. „Alle leben auf bei dem Wetter.“

Düsseldorf denkt über Sperrung der Rheinterrassen nach

Dennoch denkt die Stadt Düsseldorf laut der „Rheinischen Post“ darüber nach, die Rheinterrassen abzusperren. Am Montag will der Stadtrat darüber entscheiden.

In Essen, Bochum und Herne habe es auf Spielplätzen immer wieder Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Eltern müssen dort eine Maske tragen, vor allem dann, wenn der Spielplatz so voll ist wie es überall in NRW am Wochenende zu beobachten war.

Auch im Grugapark und auf der Trasse in Essen waren Hunderte Menschen, doch die meisten hielten sich an die Abstandsregeln.

Die nächsten Tage werden weiterhin viele Menschen aus den Wohnungen locken.

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Wetter bleibt weiter frühlingshaft

Denn das Wetter in NRW bleibt frühlingshaft. Am Montag wechseln sich Sonne und Wolken ab, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Essen mitteilte. Die Temperaturen steigen und erreichen am Nachmittag 16 bis 20 Grad.

In der Nacht zu Dienstag bleibt es trocken, die Temperaturen sinken auf sechs bis zehn Grad. Im Bergland können die Werte auf bis zu zwei Grad fallen, dort ist in Bodennähe leichter Frost möglich.

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So entsteht eine Wettervorhersage

  • Rund 10.000 Bodenstationen, 7.000 Schiffe, 600 Ozean-Bojen, 500 Wetterradarstationen und etwa 3.000 Flugzeuge sorgen weltweit dafür, dass stündlich Wetterdaten erfasst werden.
  • Wettersatelliten bieten eine Überwachung aus dem All.
  • Meteorologen können so das Geschehen rund um die Erde beobachten.
  • Gemessen werden Parameter wie Lufttemperatur und -druck, Windrichtung und -geschwindigkeit oder Wolkenhöhe.
  • So sammeln sich pro Stunde etwa 25.000 Meldungen an.
  • Diese werden ausgewertet und übermittelt - so bleiben Wetterprognosen auf dem aktuellen Stand.

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Der Dienstag beginnt mit teils dichten Wolken, am Vormittag lockert sich der Himmel laut DWD-Prognose auf. Bei Höchstwerten zwischen 17 und 20 Grad wird es tagsüber meist sonnig.

Am Mittwoch erwartet die Menschen in NRW viel Sonnenschein und Temperaturen bis 20 Grad. (fb/dpa)

 
 

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