NRW: Familie bangt wegen Corona um ihre Existenz – „Es wird immer schlimmer“

Eine Mutter aus dem Ruhrgebiet ist wegen des Coronavirus verzweifelt. (Symbolbild)
Eine Mutter aus dem Ruhrgebiet ist wegen des Coronavirus verzweifelt. (Symbolbild)
Foto: dpa

Andrea Hamann (Name geändert*) ist in Sorge. Die Mutter von drei Kindern aus dem nördlichen Ruhrgebiet lebt mit sehr geringem Einkommen – und bekommt die Folgen des Coronavirus im Alltag mit voller Breitseite zu spüren.

Ihr Mann ist Geringverdiener, Andrea kümmert sich um die drei Schulkinder. Mit Wohngeld und Kinderzuschlag steht die Familie aus NRW mit ihrem Einkommen knapp über der Hartz-4-Grenze. Pro Woche würden nur etwa 100 Euro für Einkäufe für fünf Personen bleiben.

NRW: Corona-Krise macht Geringverdienern zu schaffen

Wegen der Corona-Krise muss sie nun tiefer in die Tasche greifen und weit über ihrem Budget einkaufen, sagt sie. Hamsterkäufe machen ihr zu schaffen: „Es wird immer schlimmer. Alles Günstige ist vergriffen“, beschreibt Andrea die Situation in den Geschäften.

„Alleine heute musste ich für zehn Teile in neun Läden fahren. Was bedeutet, ich muss vermehrt auf das Auto zurückgreifen und habe hier zusätzliche Kosten.“

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Andrea beklagt: Häufig werde nur über die Probleme von Hartz-4-Familien gesprochen. „Es sind nicht nur Hartz-4-Familien betroffen. Mich macht das ehrlich gesagt immer sehr wütend“, meint die dreifache Mutter. „Uns geht es genauso beschissen, wir stehen vor genau demselben Problem. Ich habe grad extreme Existenzangst.“

Familien wie ihre würden dafür nie berücksichtigt, etwa bei Aktionen für Ostern oder Weihnachten. „Wir sind die, die nicht gesehen werden“, sagt Andrea wütend. „Familien, die nur Wohngeld und Kinderzuschläge beziehen, existieren in den Statistiken nie. Und doch sind wir da und wir haben große Probleme. Wer hilft uns? Oder Familien wie wir es sind?“ (jg)

*Name der Redaktion bekannt

 
 

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