NRW: Fall Greta! Mord-Anklage gegen Erzieherin Sandra M. – nur durch ein Wunder starben nicht schon vorher Kinder

Die kleine Greta starb im Mai. Warum, das muss jetzt ein Prozess klären.
Die kleine Greta starb im Mai. Warum, das muss jetzt ein Prozess klären.
Foto: dpa

Warum musste die kleine Greta (3) sterben?

Diese Frage wird wohl bald das Landgericht Mönchengladbach versuchen zu klären. Nachdem Tod der Dreijährigen in einem Kindergarten in Viersen (NRW) hat die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach die Erzieherin Sandra M. (25) aus Geldern wegen Mordes und Misshandlung von Schutzbefohlenen in neun Fällen angeklagt. Das teilte das zuständige Landgericht Mönchengladbach mit.

NRW: Mord an kleiner Greta - Anklage gegen Erzieherin erhoben

Sandra M. soll zwischen August 2017 und April 2020 in Kindertagesstätten in NRW - in Krefeld, Kempen, Tönisvorst und Viersen - gearbeitet haben.

In dieser Zeit habe sie den Brustkorb mehrerer ihr anvertrauter Kleinkinder in „einer Art und Weise zusammengedrückt, dass bei diesen eine erhebliche Atemnot oder gar ein Atemstillstand eingetreten sei“.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Tod der Kinder hierbei zumindest billigend in Kauf genommen worden sei.

Anschließend habe sie Kollegen auf den Zustand der Kinder aufmerksam gemacht und Rettungsmaßnahmen veranlasst. So konnten die Kinder jeweils gerettet werden. Bis zum tragischen Fall der kleinen Greta.

----------------------------

Mehr zum Fall:

----------------------------

Sandra M. soll immer wieder zugedrückt haben

Doch die Anklage offenbart, dass es beinahe an ein Wunder grenzt, dass nicht bereits vorher eine tödliche Tragödie passierte. So soll die Angeschuldigte vier Mal während ihrer Tätigkeit im Kindergarten in Krefeld auf den Brustkorb eines damals Drei-bzw. Vierjährigen gedrückt haben.

Der Junge soll nicht mehr ansprechbar gewesen sein, an Armen und Beinen gezuckt haben und aus dem Mund geblutet haben. Ähnliches bei einem zwei Jahre alten Jungen in Kempen. In einer Kita in Tönisvorst sei ein Mädchen (3) mit angeborenem Herzfehler blau angelaufen und habe das Bewusstsein verloren.

+++ Mordfall Greta in Viersen (NRW): Neue schockierende Details kommen ans Tageslicht +++

Am 21. April 2020 kam es dann zum traurigen Tod der zweijährigen Greta in Viersen. Die Anklage geht von folgendem Sachverhalt aus: Während des Mittagsschlafes habe die Erzieherin an ihrem letzten Arbeitstag - sie hatte ihr Arbeitsverhältnis gekündigt - dem Mädchen wie in den vorherigen Fällen den Brustkorb zusammengedrückt - bis zum Atemstillstand. Die kleine Greta verstarb am 4. Mai im Krankenhaus. Ärzte schöpften Verdacht, die Polizei ermittelte.

Erzieherin soll völlig ungeeignet für ihren Job gewesen sein

Vorgesetzte und Kollegen hätten Sandra M. als ungeeignet für den Beruf der Erzieherin beschrieben. Sie sei gegenüber Kindern emotions- und teilnahmslos gewesen. Eine psychiatrische Untersuchung der Angeschuldigten wurde im Ermittlungsverfahren veranlasst, aber liege laut Gericht bei Anklageerhebung noch nicht vor. Die 25-Jährige befindet sich seit Mai in Untersuchungshaft, schweigt zu den Vorwürfen.

+++ Mordfall Greta in Viersen/NRW: Neue Details! SIE kommen ohne Strafe davon +++

Noch muss das Schwurgericht über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden. Ein Prozess könnte dann noch im November starten. (ms)

 
 

EURE FAVORITEN