NRW: „Fahrrad-Cops" schikanieren Flüchtling – DIESE Folge sorgt jetzt für Aufregung

Beamte der Polizei in NRW schikanieren Mann vor laufender Kamera. (Symbolbild)
Beamte der Polizei in NRW schikanieren Mann vor laufender Kamera. (Symbolbild)
Foto: imago images / imagebroker

Große Aufregung um einen Zusammenschnitt der Sendung „Fahrrad-Cops“ aus NRW bei Twitter!

Polizisten in Köln (NRW) wurden bereits im Jahr 2017 dabei gefilmt, wie sie einen Flüchtling kontrollieren. Jetzt wird darüber im Internet diskutiert: Ist das „nur“ Schikane oder Rassismus?

NRW: „Fahrrad-Cops" schikanieren Flüchtling

Ein Twitter-Nutzer teilte das Video der Polizisten aus NRW bereits vor zwei Wochen. Es ist ein Zusammenschnitt aus der Spiegel-TV-Sendung „Fahrrad-Cops“. Mit dem Beitrag wendet der Nutzer sich an die Polizei Köln und fragt, wie das „rassistische Verhalten“ der Fahrradcops-Kollegen bewertet wird. Inzwischen wurde der Tweet hundertfach geteilt und darunter heftig diskutiert.

Im Video ist zu sehen, wie die Polizisten einen algerischen Mann kontrollieren, den sie mit seinem Fahrrad zuvor anhielten. Der Fahrradfahrer versteht wohl kaum Deutsch, Französisch spricht er aber.

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Verhalten der Beamten rassistisch?

Das trifft bei den Beamten auf Unverständnis: „Hier ist Deutschland, Polizei Köln und nicht Francé“, sagt einer den Polizisten. Müssen also alle Menschen, die sich in Deutschland aufhalten, auch deutsch sprechen?

Der Mann soll schließlich mit zur Wache kommen, damit die Polizei überprüfen kann, ob der Mann Alkohol oder Drogen zu sich genommen hat. Auf dem Weg dahin fallen weitere spitze Kommentare. Die Beamten sehen ihre Klischees bestätigt. Bei dem Mann sei auch „eh nichts zu holen“, er sei ein Flüchtling.

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Zudem heißt es: „Der Mann ist froh, dass er hier ist. Und dann hauen sie (die Flüchtlinge) sich hier was rein, saufen, nehmen Drogen und sonst was“. Immerhin ketten die Streifenpolizisten das Rad des Mannes noch an.

Die Sendung von Spiegel TV soll bereits aus dem Jahr 2017 stammen, erklärt der Twitter-Nutzer. Er habe nicht damit gerechnet, dass das Video eine größere Runde macht. Ihm habe beim Schauen dieser Doku-Folge jedoch der Mund offen gestanden, daher ist seine Frage an die Polizei Köln durchaus ernst gemeint gewesen.

Diskussion bei Twitter

Über das Verhalten der Polizisten wird nun kräftig auf Twitter diskutiert:

  • „Da bekommt man einen dezenten Würgereiz. Diese dummen Kommentare am Ende. Solche Leute sind nicht für den Polizeidiensts geeignet!“
  • „Das Problem an den 2 Typen ist auch, dass sie durch die Kamera versuchen, möglichst schlagfertig und 'kultig' zu sein.“
  • „Das Verhalten und die Diktion dieser beiden Polizisten ist unterirdisch und rassistisch.“

Sind es also nur „dumme Kommentare“ der Polizei oder für die Kamera überspitzt Äußerungen? Die Polizei Köln hat sich auf Twitter bisher nicht geäußert. Auf Anfrage von Der Westen erklärt Polizeihauptkommissar Ralf Remmert, dass es den Beitrag aus heutiger Sicht so nicht gegeben hätte.

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Seit 2017 ist einige Zeit vergangen und die aktuelle Diskussion über Polizeigewalt und Rassismus und die Proteste der „Black Lives Matter“-Bewegung sensibilisiert immer mehr für die Themen. Das Handeln der Polizeikräfte im Einsatz wird derzeit genau unter die Lupe genommen. (mia)

 
 

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