NRW erwägt Kurswechsel: Zelte und Hallen für Flüchtlinge

Düsseldorf. Angesichts rasant wachsender Flüchtlingszahlen deutet sich in Nordrhein-Westfalen ein Kurswechsel bei der Versorgung der Asylbewerber an. "Wir denken über unorthodoxe Unterbringungsmöglichkeiten nach", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. "Dazu zählen große Hallen und Zelthallen." Derzeit kommen nach Angaben des Ministers täglich rund 1000 Flüchtlinge in NRW an - allein in der vergangenen Woche seien es mehr gewesen als im gesamten Jahr 2007. Insgesamt seien in diesem Jahr bereits fast 90 000 Asylbewerber nach NRW gekommen - 18 000 konnten auf andere Bundesländer verteilt werden. Damit seien alle Prognosen weit übertroffen worden, sagte Jäger.

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