DSDS-Kandidat soll Ex-Freundin getötet haben – mit dieser Geschichte überrascht er alle vor Gericht

Neuss: Blumenladen-Killer vor Gericht

Ex-DSDS-Teilnehmer soll seine ehemalige Freundin erschossen haben.

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Neuss.  Dieser Fall hat ganz Deutschland erschüttert: DSDS-Kandidat Patrick H. (32) soll im April in Neuss vor einem Blumenladen seine Ex-Freundin Constanze K. (†27) erschossen haben. Seit dem 30. Oktober steht Patrick H. in Düsseldorf vor Gericht. Die Anklage lautet auf Mord.

Zunächst schwieg Patrick H., der 2008 bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) antrat, zu den Vorwürfen. Doch nun hat der 32-Jährige sein Schweigen gebrochen. Und er beteuert, unschuldig zu sein. Das berichtet die „Bild“.

Hier mehr zum Prozessauftakt: >> Neuss: DSDS-Star erschoss Ex-Freundin vor Blumenladen – diese Handy-Aufnahmen schockieren

DSDS-Kandidat soll Ex-Freundin erschossen haben

Die Anklage wirft Patrick H. vor, er habe seine Ex-Freundin Constanze K. am 26. April 2019 erst in ihrer Wohnung vergewaltigen wollen und danach vor einem Blumenladen nahe der Wohnung auf offener Straße aus kurzer Distanz erschossen.

Am selben Tag legte sich Patrick H. auf Bahngleise. Ein Zug fuhr ihm beide Beine ab.

Geschichte des Angeklagten klingt komplett anders

Nun überrascht der Angeklagte vor Gericht mit einer komplizierten Geschichte, die den Tod seiner Ex-Freundin erklären soll: Weil er an Depressionen gelitten habe, habe er sich das Leben nehmen wollen. Dazu habe er sich eine Pistole gekauft, vom Kaufpreis von 3500 Euro aber nur 450 Euro bezahlen können.

Drei Männer hätten dann bei ihm geklingelt, um das Geld einzutreiben. Ein Foto von Constanze in H.s Brieftasche hätte die Männer darauf gebracht, H. dazu zu zwingen, zu ihr zu fahren. Die Unbekannten hätten ihr etwas antun wollen, um das Geld aus H. herauszupressen.

Bei Constanze K. angekommen, habe einer der Männer seine Ex-Freundin und ihn auf die Straße gezwungen, sagte der Angeklagte laut „Bild“ vor Gericht. Dort sei ein Schuss gefallen. Patrick H. sei dann in Panik weggelaufen und habe sich verzweifelt vor einen Zug geworfen.

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Notruf und SMS passen nicht zur Geschichte

Nicht gut zu dieser Geschichte passt, dass Constanze K. kurz vor ihrem Tod die Polizei anrief: „Mein Ex-Freund hat eine Pistole. Kommen Sie schnell!“ Ebensowenig, dass der ehemalige DSDS-Kandidat der Mutter des Opfers noch eine SMS schrieb, die da lautet: ,„Jetzt weisst Du, wie es ist, eine geliebte Person zu verlieren.“

Patrick H. darauf: „Das meinte ich in einem anderen Zusammenhang.“

Ob das Gericht dem Angeklagten Glauben schenkt, wird sich zeigen. Der Prozess geht am 27. November weiter. (lin)

 
 

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