Traktor-Demo in NRW: Verkehrschaos auf der A40! Drei Abfahrten gesperrt

Traktor-Demo in NRW: In Dortmund sperrt die Polizei am Montagmittag mehrere A40-Auffahrten.
Traktor-Demo in NRW: In Dortmund sperrt die Polizei am Montagmittag mehrere A40-Auffahrten.
Foto: imago images/ Markus Rinke

Chaos auf den Straßen in NRW am Montag: Zahlreiche Traktoren-Konvois werden die Straßen blockieren.

Mit einer Staffelfahrt Tausender Traktoren wollen Landwirte aus NRW erneut gegen das geplante „Agrarpaket“ der Bundesregierung demonstrieren. Sie streiken gegen strengere Auflagen für die Landwirtschaft.

In unserem Live-Ticker halten wird dich über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden:

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NRW: Bauern streiken mit Traktor-Staffelfahrt nach Berlin

Montag, 25. November

20.10 Uhr: Auch der letzte Trecker hat Dortmund nun verlassen. In Dortmund heißt es jetzt wieder: Freie Fahrt auf den Straßen.

In Dortmund waren etwa 200 Fahrzeuge eingetroffen – deutlich weniger, als die Polizei zuvor erwartet hatte. Anders als geplant fuhren die Landwirte nicht im Konvoi über die B1 und Aplerbeck in Richtung Unna und Hamm, sondern stoppten mit mehr als vierstündiger Verspätung in Dortmund am Parkplatz F2 (Buschmühle).

Dort löste sich die Demonstration ab 19.25 Uhr wieder auf. Die Polizei begleitete die Trecker über die B54, die B1 und die B236 bis zur Stadtgrenze Dortmund/Lünen.

18.59 Uhr: Die Polizei Dortmund gibt bekannt, dass die Sperrung der A40-Abfahrten soeben aufgehoben wurde. Dennoch: Autofahrer müssen aktuell mit 20 Minuten extra rechnen zwischen Dorstfeld und den Westfalenhallen.

An den Parkplätzen der Westfalenhalle stoppen die Landwirte nun ihre Traktoren.

Sperrung der A40-Abfahrten bei Dortmund dauert länger als erwartet

17.59 Uhr: Die Sperrung der A40-Abfahrten soll noch andauern, die Trecker befinden sich derzeit auf dem Lütgendortmunder Hellweg.

Gegen Mittag zählte die Polizei landesweit rund 1200 Fahrzeuge, die auf verschiedenen Routen unterwegs waren – besonders viele davon im Ruhrgebiet, resümierten die Beamten am Abend. Die Dortmunder Polizei zählte etwa 730 Fahrzeuge, die einen 12 Kilometer langen Konvoi bildeten.

Viele von diesen Bauern sehen unter anderem durch Vorgaben beim Einsatz von Düngemitteln, beim Pflanzenschutz und bei der Tierhaltung ihre Betriebe in Gefahr – und sich in ein schlechtes Licht gerückt. „Wir sind keine Tierschänder und Umweltverschmutzer“, heißt es auf der Homepage der Organisatoren der Proteste.

Traktoren-Demo: Essen und Bochum in der Hand der Trecker

17.30 Uhr: 45 Minuten waren die Bauern mit ihren Traktoren in Bochum unterwegs. Jetzt verlassen sie die Stadt, die Straßen sind wieder für den normalen Verkehr freigegeben. Die Spitze des Zuges befindet sich bereits in Dortmund.

17.15 Uhr: Die Polizei Dortmund warnt: Wegen der Traktor-Demo sperren die Beamten ab 17.20 Uhr bzw. 17.30 Uhr drei Abfahrten der A40 bei Dortmund. Diese drei Abfahrten sind betroffen:

  • A40 in Richtung Bochum, Abfahrt Lütgendortmund
  • A40 in Richtung Bochum und Dortmund, betroffen sind die Abfahrten Oespel/Kley (Indupark)

Wie lange die Sperrungen andauern, sei bisher unklar. Das sei abhängig von der Länge und dem Tempo des Konvois, der derzeit etwa sechs Kilometer lang ist. Sobald der Trecker-Konvoi die Bereiche verlassen hat, gibt die Polizei die Abfahrten an der A40 wieder frei.

17.01 Uhr: Nach Angaben der Polizei ist die Sperrung am Wattenscheider Hellweg / Berliner Straße / Zeppelindamm in Bochum in der Zwischenzeit aufgehoben worden.

Dafür ist jetzt die A40 betroffen. Die Ausfahrt Bochum-Harpen in Fahrtrichtung Dortmund ist aktuell gesperrt.

16.50 Uhr: Die derzeit sechs Kilometer lange Treckerdemo nimmt jetzt Kurs auf die Bochumer Innenstadt. Die ersten Traktoren fahren auf dem Westring. „Halten Sie durch!“, rät die Polizei Bochum allen Autofahrern.

Die Polizei aus Mettmann (NRW) gab parallel bekannt, dass die Traktorendemo im Kreis Mettmann störungsfrei abgelaufen sei. „Die Verkehrsbeeinträchtigungen waren deutlich geringer als erwartet“, schreiben die Beamten in einer Pressemitteilung.

16.33 Uhr: Der Konvoi ist nun in Bochum angekommen. Die Polizei informiert, dass die Traktoren den Wattenscheider Hellweg erreicht haben. Die Staukarte zeigt dir, wo du derzeit besser nicht langfahren solltest:

16.15 Uhr: Der Konvoi fährt derzeit über die Friedrich-Ebert-Straße in der Innenstadt von Essen. Die Polizei weist darauf hin, dass das zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr führe.

Autofahrer müssen durch die Demo längere Wartezeiten in Kauf nehmen. „Genieße seit 30 Minuten eine ungeplante Pause, wegen Verkehrsstillstand in Essen“, berichtet Twitter-Nutzerin NagerPeter, „Inzwischen nehmen die Fußgänger die Straße ein.“

16.03 Uhr: Die Polizei aus Soest berichtet, dass der dortige Konvoi aus 160 Fahrzeugen drei bis vier Kilometer lang sei. Um eine Stelle zu passieren, bräuchten die landwirtschaftlichen Fahrzeuge etwa 20 Minuten.

730 Fahrzeuge auf zwölf Kilometern

15.40 Uhr: Zwölf Kilometer lang ist der Trecker-Konvoi aus 730 Traktoren, der derzeit auf dem Weg von Essen nach Dortmund ist. Das berichtet die Polizei Dortmund. „Es kann zur Zeit nicht gesagt werden, wann und über welche Route dieser Verband Dortmund erreicht“, schreiben die Beamten bei Twitter.

14.18 Uhr: Ohne größere Störungen sind am Montagvormittag zwischen 8.30 bis 11.15 Uhr rund 200 Traktoren durch das Duisburger Stadtgebiet gezogen. Sie fuhren die ehemalige B8 von Wesel aus nach Düsseldorf.

14.07 Uhr: Autofahrer sollten die A40 bei Dortmund am Montagmittag besser meiden. Denn gleich zwei A40-Ausfahrten werden gesperrt.

  • A40 in Lütgendortmund: Bevor der Trecker-Konvoi die Stadtgrenze Bochum/Dortmund passiert, sperrt die Polizei voraussichtlich in der Mittagszeit auf der A40 (in Richtung Bochum) vorübergehend die Abfahrt Lütgendortmund, weil der von der B1 abfahrende Verkehr nicht auf die Provinzialstraße (B235) abbiegen kann und einen Rückstau bis auf die Autobahn bilden würde.
  • A40 in Oespel-/Kley: Die Polizei sperrt voraussichtlich in der Mittagszeit vorübergehend die Abfahrten Oespel/Kley am Indupark, weil der abfließende Verkehr nicht auf die Borussiastraße abbiegen kann und einen Rückstau bis auf die Autobahn bilden würde.
  • B54/B1 (Stadtkrone): Nach der Zwischenkundgebung auf den Parkplätzen E1 und E2 führt die Polizei den Konvoi im geschlossenen Verband über die Maurice-Vast-Straße und die B54 auf die B1. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer ist die Auffahrt auf die B1 in Fahrtrichtung Unna dann vorübergehend nicht möglich.

Wie lange die Sperrung anhält, ist aktuell nicht klar.

13.43 Uhr: In Essen sind die Traktoren nun am zentralen Berthold-Beitz-Boulevard angekommen. Auch in anderen Ruhrgebietsstädten wie Dortmund und Bochum tuckern die Landwirte durchs Stadtgebiet. Videos zeigen die aktuelle Situation auf der Hauptverkehrsader B1 in Dortmund:

12.21 Uhr: Die Polizei Bielefeld, die Demo NRW-weit koordiniert, berichtet von etwa 800 Traktoren auf den Straßen NRWs. Sie sind auf insgesamt 17 Routen unterwegs.

„Die erwarteten erheblichen Verkehrsbehinderungen sind bislang ausgeblieben“, posteten die Beamten bei Twitter. Alle Staffelfahrten seien bislang ohne Störungen abgelaufen.

09.36 Uhr: Die Polizei Essen rechnet mit 500 bis 700 Traktoren. Auf die Stadt kommen zwei Traktoren-Konvois zu. Das sind ihre Routen:

  • Essener Straße (L441) - August-Thyssen-Straße - Ringstraße - Werdener Straße - Laupendahler Landstraße - B224 - Friedrichstraße (B224) - Pferdebahnstraße - Berthold-Beitz-Boulevard
  • Aus Bottrop kommend - B224 - AK Essen-Nord - Gladbecker Straße (B 224) - Berthold-Beitz-Boulevard

Gemeinsam verlassen beide Konvois die Stadt über folgende Route:

  • Berthold-Beitz-Boulevard - Bottroper Straße - B224 - Grillostraße - Katzenbruchstraße - Herzogstraße - Burggrafenstraße - Frillendorfer Straße - Am Zehnthof - Wattenscheider Straße - Rodenseelstraße - Bochumer Landstraße - Wattenscheider Hellweg

Beide Traktorzüge werden gegen 13 und 13.30 Uhr auf dem Berthold-Beitz-Boulevard treffen. Da die Traktoren sehr langsam fahren werden, rechnet die Polizei mit starken Verkehrseinschränkungen. Die Autobahn wird hingegen nicht betroffen sein.

08.44 Uhr: Die Fahrt beginnt morgens um 7 Uhr in Bonn und führt laut den Organisatoren über Köln (9 Uhr), Düsseldorf (10.30 Uhr), Essen (12.30 Uhr), Dortmund (14 Uhr) und Hamm (15.30 Uhr) bis Bielefeld (17 Uhr). Die Polizei rechnet mit „erheblichen Verkehrsstörungen“ bis in den Abend hinein.

Die Polizei in Bochum hat bei Twitter die Teilstrecke durchs Ruhrgebiet veröffentlicht:

Die Polizei Bielefeld hat die NRW-weite Koordination für den Demo-Tag übernommen. Laut der Behörde ist den Traktorkonvois verboten, Autobahnen zu benutzen. Die Polizei rechnet landesweit damit, dass sie teilweise Straßen sperren muss, um die Konvois passieren zu lassen.

Veranstalter rechnet mit „einigen Tausend“ Traktoren

06.31 Uhr: Wie Ansgar Tubes, NRW-Sprecher des Netzwerks „Land schafft Verbindung - Deutschland“, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, rechnet er mit „einigen Tausend“ Teilnehmern, die am Montag mit ihren Traktoren bei je einer der Etappen dabei sein werden.

„Wir werden an jedem Ort etwa eine Stunde Pause machen, um mit den Verbrauchern ins Gespräch zu kommen“, so Agrar-Unternehmer Tubes. Er hat vor wenigen Wochen einen NRW-Ableger des Netzwerks gegründet, das für den kommenden Dienstag zu einer Sternfahrt zum Brandenburger Tor in Berlin aufgerufen hat.

Dort wird laut den Organisatoren auch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) erwartet. „Unsere Aktion in NRW ist für alle Betroffenen, die es nicht nach Berlin schaffen - und soll unsere Anliegen ins Land tragen“, sagte Tubes.

Mehrere Polizeidienststellen haben am Montag Bürgertelefone eingerichtet.

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Das sind die Telefonnummern einiger Dienststellen:

05.51 Uhr:

  • Duisburg: 0203 280 1061
  • Bochum: 0234 910-5555
  • Dortmund: 0231/132 5555
  • Hamm: 02381-916-4040

Das Agrarpaket sieht unter anderem mit Verweis auf den Umweltschutz ein Verbot bestimmter Pflanzenschutzmittel vor, muss aber noch in Bundestag und Bundesrat beraten werden. Die Bauern fordern eine Aussetzung. Nach ihrer Auffassung sind die Agrarbetriebe und die regionale Lebensmittelproduktion in Deutschland gefährdet. (js, mb, vh mit dpa)

 
 

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