Recklinghausen

NRW: Patientin auf Corona-Intensivstation gestorben – als die Großfamilie Abschied nehmen will, rückt die Polizei an

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Coronavirus: Diese Symptome sprechen für COVID-19

Zahlreiche Menschen auf der Welt haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind Frauen und Männer von einer SARS-CoV-2-Infektion etwa gleich häufig betroffen. Männer erkranken jedoch häufiger schwer als Frauen. Es gibt einige Symptome, die auf eine mögliche Infektion hinweisen können.

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Recklinghausen. Als eine Corona-Patientin auf der Intensivstation verstarb, mussten die Polizei in NRW anrücken.

Corona strapaziert derzeit die Nerven aller - insbesondere von Ärzten und Pflegekräften in Krankenhäusern, aber auch Angehöriger, die um ihre Liebsten bangen. In einem Krankenhaus in NRW hat diese Mischung Anfang der Woche zu „unschönen Szenen“ und für einen Polizeieinsatz gesorgt.

NRW: Polizeieinsatz in Krankenhaus in Recklinghausen

Im Prosper-Krankenhaus in Recklinghausen (NRW) lag auf der Corona-Intensivstation eine Patientin im Zusammenhang mit Covid-19 im Sterben. Angesichts der derzeit geltenden Corona-Regeln sollten zwei Angehörige am Freitagabend die Möglichkeit erhalten, sich von ihrem wenig später verstorbenen Familienmitglied zu verabschieden.

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Doch dabei blieb es nicht, wie Sprecher Hubert Claves berichtet: „Es kam zu einer größeren Ansammlung, die sich gewaltsam Zutritt zur Intensivstation verschafften wollten. Das konnte verhindert werden.“ Die Rede ist von 17 Personen einer Großfamilie mit Migrationshintergrund.

Bedrohungen und Beschimpfungen gegenüber Medizinpersonal

Es folgten „unschöne Szenen“. Denn neben emotionaler Trauer sollen die Angehörigen Ärzte und Pflegekräfte für den Tod ihrer Angehörigen verantwortlich gemacht haben. „Sie haben das Personal beschimpft, bedroht und fotografiert“, so Claves. „Eine behandelnde Ärztin fühlte sich so unter Druck gesetzt, dass sie sich am Abend von ihrem Mann abholen ließ“, erklärt der Sprecher.

Denn die Mediziner hatten darüber hinaus alle Hände voll zu tun. Während sie sich mit den aufgebrachten Angehörigen auseinandersetzen mussten, kämpften sie im Schockraum nebenan um ein Menschenleben.

Hospital-Sprecher Claves betont: „Ein solches Verhalten ist inakzeptabel. In Zeiten, in denen wir um Menschenleben kämpfen, sorgt das für Betroffenheit bei unseren Kollegen, die ohnehin schon am Anschlag sind.“

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Das Krankenhaus machte daher von seinem Hausrecht Gebrauch und verständigte auch die Polizei. Von Seiten der Polizei Recklinghausen heißt es auf Nachfrage dazu: „Wir wurden am Freitagabend gegen 23 Uhr zum Krankenhaus gerufen und fanden eine größere Menschansammlung vor dem Krankenhaus vor“.

Polizei kann erhitzte Gemüter beruhigen

In Gesprächen sei es gelungen, die angespannte Lage zu beruhigen. „Die Kollegen der Kripo haben Kontakt mit dem Krankenhaus aufgenommen, um zu klären, ob es vorher zu möglichen Straftaten gekommen ist“, so Sprecher Andreas Lesch. (ms)