NRW: Clans kassieren illegal Kindergeld in Millionenhöhe – Mega-Betrug!

Die Polizei NRW kam einem dreisten Betrug osteuropäischer Clans auf die Spur (Symbolbild)
Die Polizei NRW kam einem dreisten Betrug osteuropäischer Clans auf die Spur (Symbolbild)
Foto: Christoph Reichwein/Imago

Krefeld. Ihnen ist ein dicker Fisch ins Netz gegangen: Erfolg für Polizei und Behörden in NRW! Es geht um mehrere Millionen Euro Schaden, die von dreisten Betrügern angerichtet wurden.

Konkret hat die Polizei NRW zum großen Schlag gegen Kindergeldbetrüger ausgeholt. Und war damit erfolgreich, berichtet die „Rheinische Post“.

NRW: Clans kassieren Kindergeld in Millionenhöhe

Clan-Familien aus Südosteuropa haben demnach für rund 90 Kinder Kindergeld kassiert – und das, obwohl die Kinder gar nicht in Deutschland lebten. Konkret sei es dabei um die Stadt Krefeld gegangen.

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Innenminister Herbert Reul kündigte auf einer Pressekonferenz am Mittwoch an: „Die Zeiten, in denen skrupellose Kriminelle die Naivität und Gutgläubigkeit des deutschen Sozialstaates ausnutzen konnten, sind endgültig vorbei.“

NRW: Polizei holt zum großen Schlag gegen Betrüger aus

Nach dem Schlag gegen das sogenannte „Hawala-Banking“ ist das Programm der zweite Erfolg der „Task Force NRW“ in der Finanzministerium, Justizministerium und Innenministerium gemeinsam Finanzermittlungen durchführen.

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Aufgrund der Auswertung Tausender Daten, die vom Jugend- und Schulamt Krefeld sowie dem Jobcenter zusammengetragen wurden, führte die Polizei Kontrollen durch. Und die Beamten mussten feststellen: Vor Ort trafen sie keine Kinder an, teilweise seien die gemeldeten Kinder schon lange nicht mehr in Deutschland gewesen.

Polizei stellte fest, dass oftmals keine Kinder an der Meldeadresse leben

Die Ermittler gehen davon aus, dass sich Familien aus Südosteuropa in NRW Kindergeld in zweistelliger Millionenhöhe erschlichen haben. Die Methode: Familien werden hauptsächlich aus Südosteuropa nach Deutschland gelockt, für sie Sozialleistungen wie Kindergeld beantragt und sie häufig in verfallenen Häusern untergebracht.

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Herbert Reul: „Zutiefst Verachtenswerte an dieser Masche“

Die Sozialleistungen werden von den Tätern ganz oder teilweise einbehalten, die Eltern in illegale Beschäftigung vermittelt, während die Kinder betteln und stehlen gehen. Kehren die Familien in ihre Heimatländer zurück, werden die Sozialleistungen weiter von den Tätern kassiert. „Da werden die Träume und die Not der Ärmsten der Armen Europas ausgenutzt. Das ist das Perfide, zutiefst Verachtenswerte an dieser Masche", so Reul.

Das neue Programm wurde in Krefeld einem „Stresstest“ unterzogen. So flog ein massenhafter Betrug bei der Beziehung von Kindergeld auf. Der entstandene Schaden ging allein hier in die Hunderttausende. Das Programm soll auch auf andere Kommunen wie Gelsenkirchen, Duisburg oder Dortmund ausgeweitet werden.

NRW sieht darin ein großes Problem

Das Problem: Da sich die Betrüger zumeist im Ausland befinden, werden die Verfahren zunächst eingestellt. Stattdessen werden Fahndungen herausgegeben in der Hoffnung, dass die Kriminellen irgendwann wieder nach Deutschland einreisen. Und sie dann geschnappt werden können, berichtet die Rheinische Post.

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Das NRW-Heimatministerium hat sich jedoch bereits Gedanken gemacht, wie man in Zukunft gegen den Kindergeldbetrug vorgehen will. Nämlich mit fälschungssicheren Schulbescheinigungen. Die Schulbescheinigungen sollen demnach ähnlich wie Geldscheine oder Pässe zum Beispiel einen Silberstreifen enthalten. Das Kopieren der Bescheinigung werde dadurch deutlich erschwert. (fb/ms)

 
 

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