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NRW: Skandal an der Urne! Wahlhelfer schicken Frauen weg – Stadt spricht von „peinlichem Vorfall“

Jamaika, Ampel, Kenia: Das steckt hinter den Bezeichnungen möglicher Koalitionen

Nicht nur zur Bundestagswahl am 26. September wird es spannend. Auch nach der Wahl wird es viele offene Fragen geben. Denn: es geht für die Parteien in die Koalitionsverhandlungen. Wer regiert mit wem? Welche Bündnisse wird es geben? Jamaika, Ampel oder Kenia? Was steckt hinter diesen Bezeichnungen? Wir erklären es dir.

Riesen-Aufregung in einem Wahllokal in NRW am Sonntag.

Wahlhelfer haben in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis in NRW) zwei Frauen abgewiesen. Der Grund macht fassungslos. Die Stadt spricht von einem „peinlichen Vorfall“.

NRW: Wahlhelfer weisen Frauen ab – aus diesem Grund

Eine der beiden betroffenen Frauen machte den Vorfall im Wahllokal an der Astrid-Lindgren-Schule in Bergheim bei Instagram öffentlich.

Sie und ihre Freundin hätten nicht wählen dürfen, weil sie nicht nur mit Maske, sondern zusätzlich auch mit Kopftuch erschienen seien. Die Wahlhelfer hätten sie wegen einer unzulässigen Verhüllung abgewiesen. Dies könne sie im Bundeswahlgesetz nachlesen.

Frauen in NRW wegen Kopftuch abgewiesen – „Frage mich, wie so etwas sein kann“

Irritiert meldeten die Frauen sich bei der Stadt, die letztlich die Situation klärte.

„Es stellte sich heraus, dass der Wahlvorstand und die Wahlhelfer etwas ‚missverstanden‘ hätten“, teilte die Frau bei Instagram mit.

Sie fragt sich, wie viele Frauen dazu aufgefordert werden, ihr Kopftuch abzunehmen, um wählen zu können: „Ich bitte dringend um Aufklärung.“

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So reagiert die Stadt auf den Wahl-Vorfall in NRW

Die Stadt Bergheim bestätigte den Vorfall. „Die Wahlhelferin war nach eigener Aussage von einer unzulässigen Verhüllung ausgegangen, obwohl bei den Wahlhelferschulungen der Umgang mit einer etwaigen Verhüllung ausdrücklich erörtert wurde“, hieß es.

Nach langer Wartezeit konnten die beiden Frauen am Ende dann ihre Stimme abgeben.

Die Stadt habe sich trotzdem für den „peinlichen Vorfall“ bei den Betroffenen entschuldigt. Bürgermeister Volker Mießeler (CDU) habe nach einem Telefonat ein persönliches Treffen im Rathaus vereinbart.

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„An dieser außerordentlichen Fehleinschätzung gibt es nichts schön zu reden, so etwas darf einfach nicht passieren“, sagte Mießeler.

Ein islamophober, rassistischer oder diskriminierender Hintergrund könne nicht bestätigt werden.

Rassismus bei Wahl in NRW? Betroffene fordert Aufklärung

Dazu die Betroffene: „Wir hoffen, dass die Stadt das auch darlegen kann.“ Ihrer Meinung hätte sich die Stadt diesbezüglich so schnell nicht festlegen müssen. (ak)