NRW: Bauer wird in Gülle-Grube ohnmächtig – als Hilfe kommt, wird die Situation noch schlimmer

Zwei Landwirte in NRW schweben nach dem Abpumpen von Gülle in Lebensgefahr. Gülle wird zur Düngung von Pflanzen und Feldern verwendet. (Symbolbild)
Zwei Landwirte in NRW schweben nach dem Abpumpen von Gülle in Lebensgefahr. Gülle wird zur Düngung von Pflanzen und Feldern verwendet. (Symbolbild)
Foto: imago images / Countrypixel

Mönchengladbach. Es ist wohl eine der Aufgaben, die man als Bauer vermutlich nicht zu seinen Lieblings-Jobs auf dem Hof zählt: Das Leeren der Güllegrube. Dabei ist die Aufgabe nicht nur unappetitlich, sondern auch wirklich gefährlich.

Für einen Landwirt aus Mönchengladbach (NRW) endete das jetzt sogar im Krankenhaus. Es besteht Lebensgefahr. Und nicht nur für ihn, auch für einen Ersthelfer wurde die Güllegrube zur gefährlichen Falle. Zuerst berichtete die „Bild“ über den Fall aus NRW.

NRW: Bauer steigt in Grube und verliert Bewusstsein

Viele landwirtschaftliche Betriebe sind auf die Nutzung von Gülle angewiesen. Das Gemisch aus Jauche, Kot sowie Resten von Einstreu und Futter ist ein wichtiger Dünger, der den Bedarf an synthetischen Düngstoffen reduzieren kann. Der Einsatz ist dennoch streng reguliert, da er für einen wesentlichen Anteil an der Bildung von Feinstaub in der Atmosphäre verantwortlich ist.

Ein Bauer (65) aus NRW hatte bereits am Freitag mit dem Abpumpen der Masse aus seinem unterirdischen Gülle-Tank begonnen. Am nächsten Tag hatte er das Ergebnis überprüfen wollen und war in die Grube gestiegen.

Bereits nach kurzer Zeit verlor er sein Bewusstsein und fiel vornüber in die Gülle-Reste. Ein Mitarbeiter des Betriebs bemerkte die dramatische Lage des 65-Jährigen und stieg ebenfalls die Grube hinab, um dem Bauern zu Hilfe zu eilen. Mit heftigen Folgen.

Helfer verunglückt ebenfalls

Denn auch der 34-Jährige verlor bereits nach kurzer Zeit sein Bewusstsein. Warum die beiden Männer ohnmächtig geworden waren? Das hat an einem biologischen Grund.

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In der Gülle arbeitet eine Vielzahl an Bakterien und produziert dabei entsprechend eine Menge Kohlenstoffdioxid. Das ist schwerer als unsere Atemluft. Über der Gülle bildet sich also ein konzentrierter CO2-Nebel. Der wirkt beim Einatmen lähmend auf das Atemzentrum – eine Erstickung droht. Auch Schwefelwasserstoff und Methan werden von der Gülle freigesetzt – eine nicht zu verachtende Vergiftungsgefahr.

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Die Lebensgefährtin des 34-Jährigen entdeckte die beiden Männer kurze Zeit später und rief umgehend den Notruf. Und selbst für die erfahrenen Helfer barg die Grube noch eine Gefahr.

Feuerwehr aus NRW muss reanimieren

So soll laut „Bild“ einer der Feuerwehrmänner beim Versuch, die Bauern aus der Grube zu ziehen, bewusstlos geworden sein. Er soll jedoch an der Luft wieder ansprechbar gewesen sein.

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Deutlich schlimmer war es um die beiden Landwirte bestellt. Sie hatten bereits einen Herzstillstand erlitten und mussten reanimiert werden. Beide wurden umgehend in Krankenhäuser gebracht. (dav)

 
 

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