NRW: Autofahrer aufgepasst! Deshalb solltest du ab sofort ganz vorsichtig fahren

NRW: Autofahrer müssen sich derzeit auf diese Begegnung einstellen (Symbolbild).
NRW: Autofahrer müssen sich derzeit auf diese Begegnung einstellen (Symbolbild).
Foto: imago/CHROMORANGE

Das Wetter spielt auch in NRW verrückt. Zuerst kam das Schneechaos, dann der Temperaturumschwung und nun warnt Wetteronline in einer Pressemitteilung vor einem ganz anderen Phänomen.

Demmach müssen besonders Autofahrer in NRW demnächst mehr darauf achten, was die Fahrbahn kreuzen könnte.

NRW: Achtung Krötenwanderung!

Die Meldung kommt aus der Amphibienwelt. Zweimal im Jahr begeben sich nämlich heimische Frösche und Kröten bei frostfreien Nächsten auf Wanderschaft. Sie zieht es aus den Winterverstecken ins Wasser mit dem Ziel zu Laichen. Dabei wagen sich einige Arten schon bei fünf Grad plus aus ihren Verstecken, andere warten noch auf höhere Temperaturen.

Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline, erklärt: „Gegen Ende des Winters nehmen die frostfreien Nächte zu. Der Februar ist dabei noch ein echter ‚Winterling‘, eine Mischung aus Winter und Frühling. Von über plus 20 Grad bis zu bitterkalten Nächten mit Wind und Schnee ist alles möglich. Ab März wird es dann deutlich milder und die Tage wieder spürbar länger.“

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Die Hauptwanderzeit der Amphibien ist in Deutschland deshalb von Mitte Februar bis Anfang Mai.

Sandra Honigs, Stellvertretende Direktorin und Kuratorin für den Landbereich im Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf, erklärt: „Die noch relativ häufige Erdkröte dominiert die sogenannten Krötenwanderungen. Sie legt dabei oft weite Strecken von mehreren hundert Metern und in Einzelfällen sogar bis zu drei Kilometern zurück. Der Europäische Laubfrosch hingegen ist in Deutschland selten geworden. Vor allem in westlichen Bundesländern sind seine einstigen Lebensräume durch Straßen, einseitige Kulturlandschaften und Trockenlegung von Kleingewässern nahezu völlig verschwunden.“

NRW: Jeder kann helfen die Kröten und Frösche zu schützen

Dort, wo der grüne Klettermeister noch vorkommt, kann auch er im Frühjahr auf Straßen und Wegen unterwegs sein.

Wir Menschen freuen uns um die vernetzte Infrastruktur von Straßen – doch für Amphibien ist das eher eine Qual. Alljährlich bezahlen unzählige Amphibien bei der Wanderung mit ihrem Leben, unter anderem beim Überqueren der Straße.

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Auch sind unüberwindbare Barrieren wie hohe Bordsteinkanten und Gebäude potentielle Störquellen und leiten die Tiere zudem in Gullys oder andere ausweglose Sackgassen.

Dabei kann jeder mithelfen, die Tiere zu schützen. Hinweisschilder machen auf Wegen und Straßen auf die Wanderungen aufmerksam. Wer die Geschwindigkeit beim Autofahren nachts zwischen 19.00 und 07.00 Uhr anpasst, kann die Amphibien auf der Straße frühzeitig erkennen und bestenfalls umfahren.

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Ende November zieht es die Tiere übrigens wieder zurück in ihre Winterquartiere und es beginnt die zweite Wanderung des Jahres. Auch dann heißt es auf den Straßen wieder: Achtung, Krötenwanderung! (pag)