NRW: Angeklagter macht Freundin vor Gericht Antrag – damit verfolgt er diesen perfiden Plan

NRW: Im Landgericht kam es zu einem Heiratantrag - dahinter steckt ein perfider Plan. (Symbolbild)
NRW: Im Landgericht kam es zu einem Heiratantrag - dahinter steckt ein perfider Plan. (Symbolbild)
Foto: dpa

Bonn. Er soll sie geprügelt, gewürgt und auf sie eingestochen haben!

Andreas S. muss sich derzeit vor dem Landgericht in Bonn (NRW) verantworten. Beim Prozess kam es diese Woche zu einem ungewöhnlichen Vorfall.

NRW: Angeklagter macht Freundin vor Gericht Antrag

So sieht eine Zelle der JVA Bochum von innen aus
So sieht eine Zelle der JVA Bochum von innen aus

Der wegen versuchten Totschlags angeklagte Mann hat seiner Lebensgefährtin im Gerichtssaal einen Heiratsantrag gemacht. Unter Tränen sagte die 35-Jährige „Ja“. Es war ein Liebesgeständnis mit Folgen.

Denn die Frau stand als Nebenklägerin kurz vor ihrer Zeugenaussage. Sie war laut Anklage im Februar 2020 schwer misshandelt und mit einem Bajonett attackiert worden. Mit dem Aufsatz eines Bajonetts soll der gelernte Schlosser ihr zudem in die rechte Backe geritzt und versucht haben, die Speerspitze mit voller Wucht in den Kopf zu stechen. Das Motiv der Tat soll die rasende Eifersucht des Angeklagten auf den Ex-Mann seiner Freundin gewesen sein. Er ist einschlägig vorbestraft.

Doch nach dem Eheversprechen musste sie nicht mehr gegen den Angeklagten aussagen.

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Da sie nunmehr verlobt seien - so der Vorsitzende Richter - könne sie sich auf das Aussageverweigerungsrecht berufen. Anschließend legte die Frau die Nebenklage nieder, da sie an der Verurteilung kein Interesse mehr habe.

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Der Grund für den plötzlichen Sinneswandel des Angriffsopfers könnte sein, dass sie schwanger sein soll. Der Vater: ihr Verlobter auf der Anklagebank.

Die beiden haben bereits einen gemeinsamen Sohn. Der Prozess gegen ihn geht trotz der überraschenden Wendung weiter. (ms/dpa)

 
 

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