NRW: Gräueltat an Igel nahe A57 – Riesen-Belohnung ausgesetzt

In Krefeld in NRW zündeten Unbekannte einen Igel an. Eine Tierrechtsorganisation hat daraufhin eine hohe Belohnung auf Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. (Symbolbild)
In Krefeld in NRW zündeten Unbekannte einen Igel an. Eine Tierrechtsorganisation hat daraufhin eine hohe Belohnung auf Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. (Symbolbild)
Foto: imago images / blickwinkel

Krefeld. Igel gelten als scheue und putzige Waldbewohner, sind aber nachts auch in Städten anzutreffen. Immer wieder werden sie aber auch Opfer von Grausamkeiten.

Am Freitagnachmittag hat eine Frau in Krefeld (NRW) bei einem Spaziergang an der Rembertstraße im Bereich der kreuzenden A57 einen toten Igel entdeckt. Grundsätzlich nichts ungewöhnliches, doch die Umstände machen den Fund so abscheulich. Sehr schnell wurde klar, dass das Tier keines natürlichen Todes gestorben sein konnte. Die Zeugin alarmierte sofort die Polizei in NRW.

NRW: Frau findet verbrannten Igel an der A57 – Polizei sucht Zeugen

Unbekannte hatten den Igel offenbar auf ein Stück Alufolie gelegt und anschließend angezündet. Das Tier hatte keine Chance und verbrannte.

Die Beamten der Polizei Krefeld sind nun auf der Suche nach Zeugen, die Hinweise auf den oder die Täter geben können. Du erreichst die Polizei unter der Telefonnummer 02151 / 634 0.

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Tierrechtsorganisation schaltet sich ein - und setzt Belohnung aus

Nun will auch die Tierrechtsorganisation Peta die Behörden bei der Suche unterstützen. Satte 1.000 Euro setzt die Organisation für Hinweise aus, welche zur Ergreifung der Täter führen.

„Sollten die Täter den Igel bei lebendigem Leib verbrannt haben, so wäre das eine erschreckend brutale Tat“, sagt Judith Pein im Namen von Peta

Das droht dem Igelquäler

Sollte der Igel-Quäler geschnappt werden, droht ihm nach Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes eine empfindliche Strafe.

Darin heißt es: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.“

gel | TierheimTV informiert

Igel-Quäler in NRW: Nicht der erste Fall

Es ist nicht der erste Fall von Tierquälerei in NRW beziehungsweise Krefeld und Umgebung. Im benachbarten Willich gab es unter anderem im vergangenen Mai einen solchen schrecklichen Fall.

Dort hatte ein Unbekannter die Stacheln eines Igels angezündet und sein Opfer im Müll entsorgt. Eine Tierärztin hatte danach eine dringende Bitte >>>

In Willich ist beinahe von einer Serie zu sprechen. 2013 wurden hier mindestens 15 verbrannte Igel gemeldet. Auch in den Folgejahren wurden immer wieder Fälle gemeldet. Im Juli vergangenen Jahres auch in Krefeld. Mehr dazu liest du hier >>>

Kinder auf frischer Tat ertappt

In Duisburg wurden vier Jungen und ein Mädchen erst kürzlich dabei beobachtet, wie sie einen Igel eingesperrt, geschlagen und mit einem Schnürsenkel an einen Laternenpfahl gebunden haben.

Zeugen alarmierten die Polizei. Die Kinder machten sich nach der schlimmen Tat aus dem Staub. Alle Infos zum Stand der Ermittlungen gibt es hier >>>

Wer Igel entdeckt, sollte ihnen helfen

Natürlich kann es sein, dass auch du mal tagsüber einen desorientierten, geschwächten, ja vielleicht auch verletzten Igel findest. Dann kannst du so vorgehen:

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So kannst du einem verletzten Igel helfen:

  • Wenn du einen Igel tagsüber siehst, benötigt er fast immer Hilfe, erklären beispielsweise die „Igelfreunde Ruhrgebiet“ auf ihrer Homepage
  • Denn Igel sind nachtaktive Tiere und verstecken sich am hellichten Tag meist
  • Wenn du einen Igel findest, solltest du ihn auf Wunden und Fliegeneier kontrollieren. Fliegeneier sehen wie kleine Pakete aus winzigen weißen Reiskörnern aus, die am Fell und an den Stacheln haften können
  • Diese bürstest du am besten mit einer alten Zahnbürste sofort ohne Wasser aus oder du zupfst sie mit der Pinzette aus
  • Und dann solltest du einen Experte zu Hilfe holen (wie Tierärzte oder Tierpflegestellen)
  • Pack den Igel am besten mit einer Wärmflasche in einen Karton
  • Biete ihm Wasser an, aber bitte keine Milch
  • Auch Katzenfutter könne er essen. Aber kein Obst, Gemüse oder Käse

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Winterquartiere für Igel einrichten

Gerade im Winter ist es für Igel schwierig. Dann kann man Igeln beim Überwintern helfen. Denn wenn die Temperaturen unter fünf Grad fallen, beginnen sie mit ihrem Winterschlaf. Das ist meist ab Dezember der Fall. Dann kannst du einem Igel ein kleines Häuschen im Garten bauen, in dem er sich einnisten kann. Im Internet gibt es viele Anleitungen dazu.

So sieht ein natürliches Nest für einen Igel aus

Auch reicht es schon, wenn du dem Igel ein wenig Laub zusammenschichten, damit er dort sein natürliches Winterquartier beziehen kann. (ak)

 
 

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