DIESE Angewohnheit von Gästen treibt Gastronomen in den Wahnsinn

In immer mehr Gastrobetrieben werden die No-Shows zu einem ernsthaften Problem. (Symbolbild)
In immer mehr Gastrobetrieben werden die No-Shows zu einem ernsthaften Problem. (Symbolbild)
Foto: Imago

In der Gastronomie ist die Weihnachtszeit meistens die heftigste Zeit des Jahres. Die Lokale kriegen tonnenweise Anfragen für Familien- und Firmenessen. Und auch an den spontanen Gästen fehlt es nicht, die „mal eben“ was essen möchten.

So ein hohes Aufkommen an Gästen ist für Gastronomen nichts Neues. Dafür ärgern sie sich, wenn die Gäste Reservierungen vornehmen und dann nicht erscheinen.

Die No-Shows sind ein zunehmendes Problem in der Gastronomie

Die Gäste, die ihre Reservierungen nicht wahrnehmen, werden im Gastro-Jargon auch No-Shows genannt. In den letzten Jahren soll es immer öfter in Deutschland vorkommen, dass die Gäste gleichzeitig Tische in mehreren Restaurants reservieren, um sich dann kurzfristig zu entscheiden.

Der NRW-Präsident von DEHOGA (Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband) Bernd Niemeier beklagt sich ebenfalls darüber: „Dieses Verhalten ist in den letzten Jahren zu einem zunehmenden Problem geworden. Reservierte Tische bieten wir anderen Gästen natürlich erst einmal nicht weiter an und lehnen Anfragen ab. Umso ärgerlicher ist es, wenn trotz Reservierung keiner kommt oder weniger Gäste.“

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Stornogebühren beim Nicht-Erscheinen

In den USA, Großbritannien und Frankreich ist es längst ein Brauch, Stornogebühren für nicht erschienene Gäste zu erheben. Dafür müssen die Gäste meistens ihre Kreditkarteninformationen bei der Buchung hinterlegen.

Nicht jeder Gastrobetrieb in Deutschland möchte auf solche drastische Mittel zurückgreifen. In den meisten Fällen versuchen die Restaurants mit den Gästen zu kooperieren.

Die deutschen Gastrobetriebe gehen gegen No-Shows vor

Viele Gastrobetriebe kontaktieren ihre Gäste bei großen Reservierungen telefonisch oder per E-Mail und lassen sich die Gästeanzahl noch mal bestätigen. Folgen die Absagen der Gäste kurzfristig, so können je nach Betrieb auch Stornogebühren anfallen.

Einige Restaurants behalten sich vor, die reservierten Tische nur über eine bestimmte Zeitspanne freizuhalten. Die ist aber relativ kurz gehalten: In den meisten Fällen liegt die Toleranzgrenze für die No-Shows bei 15 Minuten. Danach werden die Tische anderweitig vergeben.

Dehoga gibt Tipps an die Gastrobetriebe

Bernd Niemeier appelliert an die Gäste, diese sollen Reservierungen als verbindlich ansehen und rechtzeitig absagen. Somit kann die reibungsfreie Arbeit der Gastrostätten gewährleistet werden.

Außerdem gibt Dehoga im Merkblatt "No-Shows" wertvolle Tipps an die Gastrobetriebe, wie diese das Problem angehen können. Das Merkblatt steht für die Mitglieder des Dehoga auf dessen Website frei zum Download. Andere Interessierte können dieses für 9,90 € im Dehoga-Shop erwerben. (ses)

 
 

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