Werk-Schau

Immer wieder faszinierend: Besuch am und Blick auf einen Hochofen in Duisburg.
Immer wieder faszinierend: Besuch am und Blick auf einen Hochofen in Duisburg.
Foto: WAZ FotoPool
Gucken, hören, riechen: In der langen Nacht der Industriekultur öffnen Firmen ihre Tore und Hallen.Für diese Sonderschicht können sich Interessierte ab sofort anmelden. Ein Überblick

Am Niederrhein..  Die leuchtenden Farben an Stahlgerüstträgern sind gerade erst verblasst, die berauschende Musik in Werkshallen ist eben verstummt, kurz: der Trubel in den Arbeits- und Produktionsstätten hat sich wieder gelegt – da laden die Unternehmen schon wieder Interessierte in ihre Firmen ein. Zur „Langen Nacht der Industrie“ am 17. Oktober.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Diese „Lange Nacht der Industrie“ bitte nicht mit der Nacht der Industriekultur verwechseln. Die seit 2001 durchgeführten Extraschichten sind bunt, laut und schrill, ein Wochenendspektakel für die ganze Familie.

Die dritte Auflage der „Langen Nacht der Industrie“ zielt auf Industrie-Interessierte, die hinter Werkstore blicken möchten. Teilnehmer müssen mindestens 14 Jahre alt sein, eingeladen sind insbesondere potenzielle Mitarbeiter, Schüler, Studierende und Nachbarn. Zu erleben gibt es Industriekultur ohne Schnick und Schnack, dafür mit Fakten und Verstand.

13 Firmen vom Niederrhein

68 Firmen aus der Region an Rhein und Ruhr sind in diesem Jahr dabei, 13 davon am Niederrhein: Norgren in Alpen, Brabender, Brenntag, DK Recycling und Roheisen, Grillo-Werke, Hüttenwerke Krupp-Mannesmann, Krohne-Messtechnik, Thyssen-Krupp Steel Europe und TSR Recycling in Duisburg, Kreis Weseler Abfallgesellschaft in Kamp-Lintfort, Solvay in Rheinberg sowie Siemens mit den Standorten in Duisburg-Hochfeld und Voerde.

Die „Lange Nacht der Industrie“ wird auch von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mitgetragen. „Die Industrie in der Region steht für innovative Entwicklungen, sie sichert Wohlstand und bildet in erheblichem Umfang aus. Deshalb ist die ,Lange Nacht’ auch für Jugendliche eine gute Gelegenheit, um potenzielle Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber kennenzulernen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger und wirbt vor allem um junge Besucher.

Auf dem Programm stehen 38 Touren zu – in der Regel – jeweils zwei Betrieben. Start ist um 17 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr. Anmeldungen dazu sind ab sofort über das Internet möglich (siehe Box).

Weil die Arbeitswelt heutzutage auch vom Pendelverkehr geprägt ist, lohnt vielleicht auch ein Blick ein paar Kilometer weiter: Von Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach und Neuss aus starten ebenfalls Touren, zum Beispiel zu einer Brauerei, zu einem Braunkohlekraftwerk oder einer Teefabrik.

Die „Lange Nacht der Industrie“ ist eine bundesweite Veranstaltungsreihe, die 2008 erstmals in Deutschland durchgeführt wurde. Zwischen Flensburg und Füssen haben bisher mehr als 300 Unternehmen aus 13 Regionen mitgemacht und mehr als 20.000 Teilnehmer angelockt.

Anmeldungen übers Internet

Insgesamt 68 Unternehmen sind bei der dritten Auflage der „Langen Nacht der Industrie“ am Donnerstag, 17. Oktober, dabei.


Werksbesichtigungen sind in 38 Touren möglich, meist werden jeweils zwei Firmen besucht. Start ist um 17 Uhr von einem Sammelpunkt aus, um 22.30 Uhr enden die Rundfahrten dort wieder. Teilnehmer müssen mindestens 14 Jahre alt sein.


Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es im Internet: www.langenachtderindustrie.de

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