Noch keine Pläne bei Bezirksregierung

Markus Peters / Michael Turek
Archivfoto: Dirk Schuster
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Bislang liegt ein Planfeststellungsverfahren für die Blockverdichtung auf der Betuwe-Linie bei der Bezirksregierung nicht vor.

Am Niederrhein. Das erklärte am Mittwoch, 21. März, der zuständige Dezernent, Matthias Vollstedt, im Regionalrat. Die Blockverdichtung ist allerdings die Voraussetzung für den Beginn der Bauarbeiten in den einzelnen Abschnitten, für die allerdings die ersten Anhörungsverfahren schon stattgefunden haben. Im Durchschnitt, so die Hamminkelner Politikerin Gunhild Sartingen (SPD), liefen diese Verfahren 18 Monate. Dadurch könne eine erneute Verzögerung beim Ausbau der Bahnstrecke Oberhausen-Emmerich entstehen, so Sartingen, die nun befürchtet, dass die Deutsche Bahn auch ohne gültigen Planfeststellungsbeschluss Blockverdichtung fährt.

Verärgert reagieren die Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Strecke auf eine Äußerung von Kanzleramtsminister Ronald Pofalla, der ankündigte, die Bundesregierung werde nicht wie im Koalitionsvertrag vereinbart am Schienenbonus rütteln. Seit den 60er Jahren gibt es für die Bahn beim Lärmschutz einen Bonus von fünf Dezibel oben drauf.

Für Gert Bork von der Initiative „Betuwe - so nicht!“ mache das den Niederrhein zu einer Region zweiter Klasse. Denn am Oberrhein werde eine Strecke ausgebaut, an der schon jetzt der Schienenbonus entfalle.